Lieber Emotionen statt Gerechtigkeit: FIFA lehnt technische Hilfsmittel im Fußball ab

Lieber ein umstrittenes Wembley-Tor, lieber ein Handspiel Frankreichs vor dem entscheidenden Tor, lieber eine „Hand Gottes“ als technisches Teufelswerk: Was die FIFA-Regelwärter da zu ihrer Entscheidung getrieben hat, als sie technische Hilfsmittel für den Fußball ausschlossen, erinnert mich irgendwie ans Mittelalter oder ans Festhalten am Exorzismus. Die Argumentationen der FIFA-Verantwortlichen sind so wenig nachvollziehbar, wie sie reaktionär und letztlich lächerlich sind. Andere Sportarten, in denen technische Mittel zum Einsatz kommen, haben dadurch keineswegs die Nachteile, wie sie die FIFA-Verantwortlichen möglicherweise heraufbeschwören. Neim, das haben wir immer so gemacht, das ist eine Lösung, deren sich die Verantwortlichen eher schämen sollten. Kein Wunder, dass mein Interesse an Fußball aufgrund etlicher obskurer Entscheidungen der FIFA immer mehr schwindet – und ich fürchte, da bin ich nicht ganz allein.

Sicher ist es schön, auch nach Jahrzehnte später trefflich zu spekulieren, ob das Wembley-Tor nun regulär war oder nicht. Schöner wäre es, wenn es solche Diskussionen gar nicht erst geben müsste. Und die nicht nachvollziehbare Akzeptanz von Regelverstößen wie etwa im WM-Qualifikationsspiel Frankreich gegen Irland zeigt einmal mehr, wes Geistes Kind die FIFA-Verantwortlichen wirklich sind. Sie nehmen lieber Skandale und Fehlentscheidungen in Kauf, als den Fußball mit modernen Möglichkeiten in die Gegenwart zu bringen.

Warum ist mir anfangs nur Exorzismus und Kirche eingefallen? Ach ja: Was in der Kirche Unfehlbarkeit ist, heißt in der FIFA wohl Tatsachenentscheidung.

Es wird Zeit, dass man solche Regelwärter exorziert oder besser: zum Teufel jagt…!

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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