Russisch lernen mit dem iPad: Asbuka

Asbuka fürs iPad17.12.2012: Als bekennender Anti-Apple-User hatte ich diesmal kaum eine Wahl – wer nach Apps zum Erlernen der russischen Sprache sucht, findet für Android zwar einige Apps, doch was immer ich mir da näher angeschaut habe – etwa die App von Busuu.com -, hat mich nicht wirklich überzeugt.  Also blieb noch die App Asbuka fürs iPad übrig, die ich mir dann unter anderem auf meinen langen S-Bahn-Fahrten von und zum Büro auf einem iPad genauer anschaute. Und damit kann man wirklich die ersten Schritte in die durchaus schwierige russische Schrift und Sprache unternehmen – ideal als Vorbereitung für den ersten Russland-Besuch…

Die App „Russisch lernen mit dem iPad: Asbuka“ stammt von Dr. Elena Minakova-Boblest, die auch für mein zuvor empfohlenes Russisch-Lernprogramm „Russisch mit System“ verantwortlich zeichnet. Es gibt insgesamt zehn Lektionen, mit denen man sehr schnell und einfach das russische Alphabet und die wichtigsten Vokabeln lernt. Hinzu kommen einige grundlegende Erläuterungen zur Grammatig sowie ein Wörterbuch Deutsach-Russisch und Russisch -Deutsch.

AsbukaDie einzelnen Seiten sind sehr übersichtlich aufgebaut, was mich zum Beispiel sehr motiviert. Sehr gut: Nahezu auf jeder Seite gibt es Hörbeispiele zu allen behandelten Themen – gut, dass ich immer einen Kopfhörer dabei habe… Man merkt auch bei den Hörproben, dass hier professionelle Sprecher beauftragt wurden. Zum Nachsprechen ist die S-Bahn allerdings wenig geeignet, wie ich in der Praxis erlebt habe… Um die Hörproben zu aktivieren, genügt ein Fingertipp auf den Wiedergabe-Pfeil.

Nun kenne ich mich ja schon ein wenig mit Russisch aus, so dass ich insbesondere die ersten Lektionen als willkommene Wiederholung und Auffrischung erlebte – wenn man kaum Gelegenheit hat, Russisch anzuwenden, vergisst man doch sehr schnell sehr vieles.

Gut gelungen: Bei vielen Übungen  lassen sich die russischen oder deutschen Wörter ausblenden oder „verbergen“ – so prägen sich Vokabeln besser ein. Gut auch manche Übungen – etwa zum Erlernen der Zahlen 0 bis 10 anhand einer Telefonnummer. So wird eine Telefonnummer vorgetragen, die man mitschreibt und anschließend mit der Lösung vergleichen kann.

Die zehn Lektionen habe ich ziemlich rasch durchgearbeitet – wobei es sehr praktisch ist, insbesondere unterwegs, die Übungen immer wieder sehr einfach wiederholen zu können. Dank des Inhaltsverzeichnisses, das per Tipp am linken oberen Rand eingeblendet wird, kommt man jederzeit schnell zu den gewünschten Stellen.

Insgesamt eine wirklich empfehlenswerte App, die besonders Anfängern sehr schnell die wichtigsten Begriffe beibringt – kein Problem etwa, dann beim ersten Besuch in einem russischen Restaurant um die Rechnung zu bitten oder sich etwa im Metro-Plan von Moskau zurecht zu finden. Natürlich gehört ständige Wiederholung zum Lernen dabei hinzu.

Ganz ohne Kritik kommt dieser Beitrag aber nicht aus, die sowohl subjektiv als auch objektiv ist:

Subjektiv: Mitunter sind mir die Hörproben gerade für Anfänger zu schnell gesprochen – auch wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, dass dies wirklich so gesprochen wird. So sollte man sich manche Passagen mehrmals hintereinander anhören, um wirklich den Inhalt zu verstehen.

Objektiv: Gerade der Beginn in den ersten Lektionen ist sehr trocken – auch wenn Zeichnungen immer wieder mal zu sehen sind, entsteht zu Beginn der Eindruck von Bleiwüsste, wie es heute treffend ein Kollege formuliert hat, dem ich die App zeigte.  Hier bleiben viele Fähigkeiten des iPad ungenutzt.

Aber wer das Vergnügen hat, den TV-Sender BR alpha schauen zu können, sollte sich im Anschluss an Asbuka mal die Sendungen „Russisch, bitte!“ (nächste Sendung: Samstag, 22.12. um 13.30 Uhr) anschauen, die immer wieder mal ausgestrahlt werden: Dieser Sprachkurs aus den 70er Jahren zeigt viele filmische Einblendungen (und eine Familie in bester Loriot-Manier)… Es lohnt sich – ich habe alle Folgen mit großem Vergnügen angeschaut…

Asbuka kostet im App Store rund 9 Euro – wer Russisch lernen will und ein iPad hat, bekommt für diesen geringen Preis einen didaktisch durchdachten und sinnvollen Lernkurs.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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Ein Kommentar

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  1. 1
    Lucie

    Danke für den Tipp. Das schaue ich mir gleich mal genauer an.



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