Reisefreigrenzen des Zolls vor dem Urlaub nachlesen

Wer ins ferne Ausland fliegt, kauft auch gerne mal dort ein, wenn die Preise verlockend und deutlich unter den deutschen Preisen liegen. Hongkong, USA – da gibt es vor allem elektronische Geräte besonders günstig. Dubai wird immer beliebter, und wer den Lieben daheim zum Beispiel einen neuen Goldring mitbringen will, ist da genau richtig. Aber spätestens bei der Einreise in Deutschland kann es beim Zoll so manche böse Überraschung geben. Denn die Freigrenzen für gekaufte Ware sollte man unbedingt kennen und einhalten, um den richtigen Zollausgang zu nehmen.

Die Zahl an Zigaretten ist inzwischen meist bekannt: Mehr als 200 dürfen es pro Person nicht sein bei der Einreise. Da mag auch der günstige Preis für eine Stange in Moskau beispielsweise noch so locken, wer mehr als eine Stange mitbringt und durch den grünen Ausgang geht, sollte sich nicht wundern, wenn die zuätzlichen Zigaretten richtig viel Geld kosten.

Wenig bekannt ist, dass die Reisefreigrenze bei Flug- und Seereisen von außerhalb der EU für sonstige Waren nur bei 430 Euro pro Person liegt. Diese Grenze ist bei elektronischen Geräten oder bei Schmuck sehr schnell erreicht. Wer ein Notebook für umgerechnet 800 Dollar gekauft hat und zu zwei reist, kann den Betrag auch nicht aufteilen: Das Notebook wird, weil nur ein Gerät und damit unteilbar, auch nur einer Person zugerechnet, und damit fallen Steuern an.

Tipp:
Unbedingt alle Kaufbelege aufbewahren und schon mal umrechnen in Euro. Wer ein Teil gekauft hat, das über 430 Euro gekauft hat und mitbringt, darf nicht durch den grünen Ausgang gehen. Wer es dennoch tut und kontrolliert wird, muss mit Zahlung einer Steuer und einer meist gleich hohen Strafe rechnen.

Ist kein Kaufbeleg vorhanden, wird der Wert entweder geschätzt oder zum Beispiel anhand der Angaben des Herstellers im Internet ermittelt. Auch das kann eine höhere Nachzahlung bedeuten: Wenn der empfohlene Verkaufspreis etwa bei 500 Euro liegt, die Ware aber für 350 Euro gekauft wurde, dann ermittelt der Zoll die Abgaben anhand des Herstellerpreises – wenn kein Kaufbeleg vorhanden ist.

Im Zweifel sollte man, wenn man sich unsicher ist, ob die Zollbestimmungen eingehalten sind, lieber den Ausgang zur Anmeldung wählen. Das kann zumindest die Strafe ersparen, wenn tatsächlich Steuern anfallen.

Wer sich ausführlicher zu diesem Thema informieren will, findet beim deutschen Zoll entsprechende Hinweise.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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