Nach sechs Jahren Moskau-Besuchen endlich mal im Kreml

Es hat wirklich Jahre gedauert, bis ich es endlich mal geschafft habe, ins Innere des Kremls zu kommen. Auf die Frage am Haupteingang an der Manegestrasse, ob es deutschsprachige Führungen gibt, hat man uns erst einmal zu einem anderen Ticketoffice geschickt. Dort hieß es dann, deutsche Führungen gebe es nicht… Merkwürdig, zwei Tagepäter habe ich etliche Gruppen mit deutscher Führerin gesehen. Okay, der Preis für eine englische Tour war ohnehin abschreckend, 2500 Rubel pro Person, also 5000 Rubel zu zweit, das sind umgerechnet rund 150 Euro… Dafür bin ich dann lieber zu viert und ausgezeichnet zum Essen gegangen…

Wenn schon ohne Führung, dann doch auf eigene Faust eine Besichtigung: Also zwei Tage später am Haupteingang Tickets gekauft, zum einen für die “Armoury Chamber” oder Rüstkammer für 700 Rubel, zum anderen für die Besichtigung der Kathedralen zu 200 Rubel, von denen es ja einige im Innern gibt.

Ein Tipp für alle, die einen internationalen Studentenausweis haben: Es gibt immerhin 50 Prozent Ermäßigung.

Um die Rüstkammer zu besichtigen, war dann erst einmal ein kleiner Fußmarsch angesagt, da der Eingang dafür an einem Ende des Kremls liegt, am Borovitskaya Tower. Einen grafischen Überblick über den Kreml liefert übrigens Wikipedia (siehe Link 1). Wir waren gerade rechtzeitig für eine Einlasszeit gekommen, die Schlange war auch nicht besonders groß. Ist man oben auf der Treppe angekommen, fühlt man sich wie am Flughafen:Man muss durch eine Detektor-Tür, und wer eine Tasche dabei hat, muss diese kontrollieren lassen.

Borovitskaya Tower vom Kreml aus

Dann geht’s gleich links zum Eingang der Rüstkammer. Wer übrigens nur einen Rundgang mit Besuch der Kathedralen erworben hat, kann auch am Eingang der Rüstkammer noch ein Ticket bekommen. Praktisch: Es gibt kostenlos kleine Audiogeräte in diversen Sprachen, ich bekam eines in Deutsch.Hier – nur mal am Rand – ist übrigens  auch die einzige öffentliche Toilette im Kreml…

Die Rüstkammer ist ein Museum mit verschiedenen Sälen. In den ersten Sälen waren viele tolle Exponate aus Gold und Silber aus den verschiedensten Jahrhunderten zu bewundern. In anderen Sälen waren Rüstungen und Waffen zu bewundern, ein Saal zeigt Beispiele von Paradegewändern. Beeindruckend natürlich die Sammlung der Fabergé-Eier… Mich hat allerdings am meisten die Sammlung alter Kutschen fasziniert – es ist erstaunlich, mit welch feinen Details die Kutschen damals gearbeitet wurden.

Wer sich an den Audio-Guide hält, benötigt allein für die Rüstkammer rund eineinhalb bis zwei Stunden…

Rüstkammer von außen

Nach der Rüstkammer ging dann zuerst in die Erzengel-Michael-Kathedrale (Archangel Cathedral), anschließend gleich gegenüber in die Mariä-Verkündiguungs-Kathedrale (Annunciation Cathedral). Schon beeindruckend, wenn man auf dem Kathedralenplatz steht…

Auf dem Kathedralenplatz

Anschließend waren wir dann noch in einer weiteren Kathedrale, in der Iwan der Schreckliche gekrönt wurde… Natürlich war auch ein Spaziergang durch den Park angesagt, danach wollte ich mir noch zwei Sehenswürdigkeiten anschauen, zuerst die riesige Zarenglocke…

Zarenglocke im Kreml

Danach wollte ich natürlich auch die riesige Zarenkanone fotografieren, was angesichts der Menschenmassen gar nicht so einfach war…

Zarenkanone im Kreml

Insgesamt muss ich schon sagen, der Besuch des Kreml hat mich sehr beeindruckt – da kamen locker ein paar Stunden zusammen, und dann hat man doch längst nicht alles gesehen. Es überwältigt einen…Und mit dem Wetter hatten wir Glück – es war recht warm und trocken.

Wer immer einen Trip nach Moskau plant, sollte versuchen, den Kreml ebenfalls zu besichtigen – so schnell wird man das bestimmt nicht vergessen.Mehr Infos zum Kreml (allerdings nicht ganz komplett!) gibt es bei Wikipedia (siehe Link 3).

Zu Fuß ging es dann gleich weiter zum Arbat und – natürlich! – zum Hard Rock Cafe (siehe Link 3). Draußen gab es sogar eine Art Veranda, aber ich habe es vorgezogen, lieber innen zu sitzen – diesmal im ersten Stock. Und erneut war ich wieder mal begeistert von der Atmosphäre und von den Speisen… Und kaum waren wir wieder daheim, gab es einen Wolkenbruch mit Starkregen. Glück gehabt…

Link 1: Kreml im Überblick

Link 2: Der Kreml bei Wikipedia

Link 3: Hard Rock Cafe Moskau

Link 4: Kreml-Historie

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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