Einreise und Registrierung in Moskau jetzt deutlich einfacher – und Tipps für Flughafen Domodedovo

18.4.2011: Als ich vor ein paar Tagen mal wieder im Flieger nach Moskau saß, fragte ich nach den Ein- und Ausreisekarten, die bisher verteilt wurden und die man selbst ausfüllen musste (weshalb ich immer einen Kugelschreiber dabei habe). Doch die gibt es nicht mehr – naja, zumindest nicht vorher, denn sie werden nun automatisch bei der Passkontrolle ausgefüllt. Daher sollte man dort neben dem Pass auch seine Bordkarte bereithalten, zumindest wurde ich nach der Flugnummer gefragt und nach dem Einreisezweck – natürlich Tourismus in meinem Fall. Und auch die Registrierung – die man bei privaten Aufenthalten selbst durchführen sollte – ist im Vergleich zu meinem letzten Tripp im August 2010 schon wieder viel einfacher geworden…

An der Passkontrolle bekommt man die Ausreisekarte zurück, die man mit dem Pass immer bei sich tragen sollte – sie wird auch bei der Ausreise dann einbehalten. Übrigens – bei meinen zehn oder mehr Moskau-Besuchen habe ich nie eine Kontrolle erlebt, in der ich meinen Pass vorzeigen musste…

Ich kam freitags abends an, so dass ich erst am Montag zur zuständigen Registrierungsstelle gehen konnte. Doch diesmal war das sehr schnell erledigt. Ich hatte schon im Vorfeld eine Kopie meines Reisepasses angefertigt, ebenso eine Kopie der Ausreisekarte – beides wurde auch verlangt. Dann musste meine Gastgeberin noch ein Formular ausfüllen, alle drei Dokumente abgeben – fertig. Nicht einmal eine Abmeldung ist mehr nötig – vermutlich dank der Kopie der Ausreisekarte. So ist die Registrierung zwar immer noch lästig, aber schnell erledigt – wenn man wie ich nur ein paar Schritte zum zuständigen Office hat. Kein Umweg mehr zur Bankl wie beim letzten Mal. Wenn jetzt noch mal die Visumpflicht enfallen würde, dann könnte man wirklich spontan öfters mal nach Moskau reisen…!

Die Sicherheit am Flughafen Domodedovo ist als Folge des Attentats dort im Januar 2011 ist zum Glück verschärft worden: Wer den Flughafen betreten will, muss nun an jedem Eingang durch eine Sicherheitsschleuse mit Gepäckkontrolle. Wer ausreisen will und wie ich mit dem Aeroexpress zum Flughafen fährt, sollte ein wenig mehr Zeit einplanen, denn die Schlangen am Eingang können sehr lang sein. Kleiner Tipp: Wer aus dem Zug aussteigt, sollte nicht geradeaus den Eingang nehmen – da strömen irgendwie alle hin, obwohl es eigentlich ein Nebeneingang für inländische Ankünfte ist und man dann anschließend im Innern endlos spazieren muss. Besser also nach der Ticket-Station gleich nach links gehen und zu einem der Haupteingänge wandern, sind vielleicht 200 Meter. Dann kommt man zu einem der Haupteingänge und kommt vermutlich viel schneller durch die Kontrolle.

Ich finde es übrigens gut, dass selbst für den Ankunftsbereich solche Kontrollen nun durchgeführt werden – lieber etweas mehr Zeit opfern, aber unversehrt ankommen oder abfliegen…

Inzwischen hat sich der Flughafen Domodedovo zu einem riesigen Drehkreuz vieler Fluglinien entwickelt – und so gibt es auch mehre Ebenen mit einer Fülle an Shops, Bars, Restaurants und Gates. Ich muss normalerweise bei allen Flügen nach Deutschland nach der Passkontrolle immer nach links gehen und mit der Rolltreppe nach unten fahren. Dort ist übrigens auch ein Raucherraum – aber immer total überfüllt und mit einer schrecklichen Luft, weil die Lüftung meist nicht richtig funktioniert. Wer Raucher ist und noch etwas trinken wil, für den folgender Tipp: Den Gang bis zum Ende (Richtung Gate 11) gehen, dann mit der Rolltreppe nochmals nach unten fahren und rechts halten – da gibt es eine irische Bar mit einem Raucherbereich. Wer noch Rubel hat (oder eine Kreditkarte), kann dort dann in aller Ruhe die restliche Wartezeit bei Speisen und Getränken verbringen – alle sprechen dort englisch, und als ich diesmal dort wieder bei einem guten Guiness wartete, lief Fußball im TV – perfekt…

Noch ein Tipp für Raucher bei der Einreise: Wer die Passkontrolle überstanden hat und in den Bereich der Gepäckbänder kommt, kann sich gleich links halten: Da ist ein Raucherraum – und links daneben auch eine Wechselstelle, um etwa Euro in Rubel zu wechseln, zu durchaus üblichen Wechselkursen. Der Geldwechsel dort ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man anschließend mit dem Aeroexpress fahren will und die Fahrkarten kaufen muss. Übrigens: An vielen Banken in Moskau gibt es Geldautomaten, an denen man problemlos Rubel bekommen kann…

Ansonsten habe ich den Aufenthalt in Moskau mal wieder genossen – trotz strömenden Regens bei der Ankunft, dann Schneefall, dann wieder Regen und am Ende Sonnenschein. Natürlich war ich auch wieder im Hard Rock Cafe Moskau (ich liebe einfach die Onion Rings und die Spare Ribs dort!), und natürlich war ich auch wieder im Kolbasoff (super Essen, leckere Getränke, und als wir da waren, wurden gerade alle Bundesligaspiele des vorherigen Wochenendes im TV gezeigt – perfekt!). Statt Museum stand diesmal ein Musical an, Zorro, mit Musik der Gipsy Kings. Das alles in russischer Sprache, was für mich sehr schwierig war, wenn etwa auf der Bühne heitere Dinge passierten, das Publikum lachte und ich nichts verstand. Aber insgesamt ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte – danke, Elena, für die Einladung! Wer die Story ein wenig kennt, kann problemlos alles mitverfolgen, selbst wenn man wie ich leider immer noch wenig Russisch versteht. Und die Musik und die Songs waren einfach nur klasse!

Interessant: Ich werde sehr oft von Russen angesprochen und irgendwas gefragt – nun sehe ich nicht wirklich wie ein typischer Russe aus (wie sieht der aber aus?), und noch immer ist mein Russisch leider recht rudimentär, so dass ich meist nur achselzuckend reagieren kann und frage, ob Englisch möglich ist…  Manchmal hilft es, und ich kann dann eine Antwort geben… Aber nie hat bisher jemand unfreundlich reagiert, wenn ich keine Antwort geben konnte – meist ist ja auch Elena dabei, die dann hilft.

Insofern mag ich meine Tripps nach Moskau – und mein jüngster war sicher nicht der letzte…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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