Ausflugstipp in Bayern: Der Wendelstein ist für mich Pflicht

Bayern ist eine beliebte Urlaubsgegend, und ich habe nicht nur das Glück, derzeit in Bayern zu leben, sondern ich war schon von Kindesalter an immer wieder im Urlaub in Bayern. Und einen Berg habe ich dabei besonders oft bestiegen oder erfahren: den 1838 Meter hohen Wendelstein. Und das empfehle ich auch auch allen, die mal in Bayern Besuch machen. Bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht: Im Hintergrund sieht man Großglockner und Großvenediger, davor die schroffen Wände des Wilden Kaisers und die Zahnreihen des Karwendel- und Wettersteingebirges. Oder man hat einen unvergesslichen Blick ins Alpenvorland. Man kann den Berg erwandern, was ich von Birkenstein oder Bayrischzell aus schon oft getan habe, mit der Gondel hochfahren oder – das steht für mich immer noch an – mit einer Zahnradbahn den Berg erklimmen.

Seilbahn:

Wer schnell auf dem Berg sein will, fährt etwa vom Schliersee oder von Fischbachau aus Richtung Bayrischzell. In Osterhofen liegt dann linker Hand die Talstation der Seilbahn, die in weniger als sieben Minuten bis zur Bergstation führt.

Im Innern der WendelsteinhöhleDort kann man sich im urigen Gasthaus von der „anstrengenden“ Fahrt erholen oder auf Erkundungstour gehen und etwa die Wendelsteinhöhle besichtigen (unbedingt empfhelenswert, auch im Sommer ist durchaus warme Bekleidung sinnvoll!).

Bei meinem letzten Besuch (das ist nun schon leider wieder drei Jahre her) lag sogar noch Schnee am Rand der Höhle.Ach ja: Auch wer darauf hofft, die listigen Wolpertinger zu sehen, wird wohl meist leer ausgehen. Diese Tiere sind ausgesprochen scheu und bleiben meist unsichtbar… ;-)

Von der Bergstation aus (gilt sowohl für die Seilbahn, als auch für die Zahnradbahn) sollte man auch den Weg ganz nach oben zur Wetterstation machen – der Ausblick lohnt einfach!

Zahnradbahn:

Strecke der Zahnradbahn kurz vor der BergstationMit der Zahnradbahn, die schon seit 1912 auf den Wendelstein führt, kommt man in rund 30 Minuten zur Bergstation – und diese Fahrt habe ich mir unbedingt noch vorgenommen! Ausgangspunkt ist Brannenburg – gut erreichbar über die Autobahn vom Autobahndreieck Inntal Richtung Kufstein. Die Fahrt nach oben soll rund 30 Minuten dauern und muss einen tollen Ausblick bieten.

Ganz in der Nähe des Bahnhofs der Bergstation liegt übrigens der Zugang zur Wendelsteinhöhle. Übriges sollte man auch die kleine Kirche besichtigen – es lohnt sich.

Zu Fuß:

Am liebsten fahre ich über Fischbachau aus nach Birkenstein, parke dort und wähle dann den Weg über die Kesselalm (toll für eine Brotzeit) zum Wendelstein. Die Zeitangabe im Link finde ich sehr pessimistisch, hin und zurück kann man es auch in gut vier Stunden schaffen. Dann aber ohne Pause an der Kesselalm. Dort sollte man aber Rast machen – auf einem kleinen Schleichweg kann man zu einem tollen Aussichtspunkt gehen. Und wer nicht unbedingt auf den Wendelstein will, kann auch den Weg zum Breitenstein wählen – auch sehr empfehlenswert!

Meist gehe ich aber auch nur den Weg bergauf und wähle dann die Seilbahn zur Talfahrt. Von dort aus geht es entweder per Bus mit der Ringlinie zurück – oder per Taxi, was auch recht preiswert ist.

Mit Musik an der Bergstation des WendelsteinsWer Glück hat, erlebt oben an der Bergstation dann urige bayerische Musik, wie ich es 2007 erlebt habe. Am Bild sieht man auch – es war sehr warm selbst in dieser Höhe.

Eine Einkehr im Gasthaus sollte man unbedingt einplanen – es gibt sowohl Bedienung als auch Selbstbedienung. Vor allem wenn man zu Fuß nach oben gekommen ist, wird man schon Hunger und Durst haben…;-)

Noch ein kleiner Hinweis: Der letzte Teil der Bergwanderung zur Bergstation besteht aus lauter Stufen – bei meiner letzten Wanderung habe ich dann  gerade da gemerkt, dass ich etwas mehr für meine Fitness tun sollte… :|

2007 zusammen mit Elena auf dem WendelsteinSo oft ich nun auch schon auf dem Wendelstein war (neben der Rotwand – Ausgangspunkt ist dann der Spitzingsee – mein zweiter Lieblingsberg nahe München), ein Besuch dort lohnt sich immer wieder. Zum Glück ist meine Anfahrt nicht weit – dieses Jahr werde ich dort bestimmt wieder oben ein schönes Weißbier  genießen…

Hinweis für Gäste aus Russland: Wer hier Urlaub macht und den Wendelstein besichtigen will – eine Mail an mich, und ich kann alles zu guten Preisen organisieren.

Nachtrag im Juni 2010: Einen sehr schönen und informativen Wanderbericht zum Wendelstein habe ich gerade bei auf-den-berg.de entdeckt.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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