Aktuelle Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts: Bagatellkündigungen sind nicht immer rechtens

Es war schon eine gewaltige Überraschung, was das Bundesarbeitsgericht heute im so genannten Fall Emmely entschied: Eine Verkäuferin, mehr als 30 Jahre in gleicher Stellung, war fristlos gekündigt worden, nachdem sie Pfandbons im Wert von 1,30 Euro eingelöst hatte. Das – ein typischer Bagatellschaden – reichte dem Arbeitgeber, aufgrund des so genannten Vertrauensverlustes die Verkäuferin fristlos (ersatzweise fristgemäß) zu kündigen. Die bisherigen Klagen der Verkäuferin beim Arbeitsgericht und in der nächsten Instanz beim Landesarbeitsgericht waren erfolglos, die Gerichte entschieden durchwegs für den Arbeitgeber. Das BAG hat heute nun diese bisherigen Urteile kassiert und ein neues Argument ins Spiel gebracht, das Arbeitgeber dazu bringen wird, künftig bei Bagetellschäden noch mehr die Folgen einer fristlosen Kündigung zu bedenken – denn es könnte sehr teuer werden für den Arbeitgeber… Mehr dazu kann man beim BAG in der aktuellen Pressemitteilung des BAG nachlesen.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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