2005 war Hochzeitsreise in die USA unmöglich

Ja, das waren noch Zeiten, als ich mal New York, Las Vegas, Miami, Orlando, Los Angeles oder San Francisco besucht habe. Es waren wunderbare Aufenthalte dort, ich habe viele nette, freundliche und aufgeschlossene Menschen dort kennen- und schätzen gelernt. Ganz anderes Anfang 2005: Ich wollte damals meine Hochzeitsreise in den USA verbringen und hatte bereits eine wunderbare Rundreise gebucht – mit allen Flügen und Hotelaufenthalten. Kein Problem, dachte ich also, auch wenn meine Frau keine Deutsche ist, sondern aus Russland kam. Das bedeutete, sie benötigte ein Visum für die Reise.

Also erst einmal versucht, einen Termin bei der US-Botschaft in Frankfurt zu bekommen (München war damas noch nicht möglich). Das gin nur per Telefon und über eine ausgesprochen teure Leitung. Immerhin – wir hatten einen Termin frühmorgens – was für mich hieß, Urlaub nehmen zu müssen und schon am Vortag anzureisen und im Hotel zu übernachten.

Wir waren dann pünktlich da, legten unsere Unterlagen mit allen originalen Reisedaten vor (die waren notwendig, sonst hätten wir erst gar keinen Termin bekommen) – und etliche Stunden später erfuhr ich dann am Schalter, dass meine Frau kein Visum bekam. Warum, weiß ich bis heute nicht, die Dumpfbacke am Schalter gab keinerlei Begründung, nicht einmal auf Nachfrage. Der einzige Tipp war, man könne ja die Reise in ein paar Jahren antreten…

Hey, Dumpfbacke, ist es in den USA üblich, die Hochzeitsreise erst viele Jahre später anzutreten? Bis auf die Bezeichnung „Dumpfbacke“ war das auch meine Nachfrage – das Fenster wurde kommentarlos geschlossen.

Okay, abgesehen von einer sehr teuren Stornierung der geplanten Reise durch die USA haben wir dann eine wunderbare alternative Hochzeitsreise auf Kuba verbracht.

Ist es verständlich, dass ich seitdem nicht mehr die geringste Lust habe, noch einmal in die USA zu reisen? Auch nicht allein, obwohl ich kein spezielles Visum brauche? Dass ich mich frage, warum es keine Visumpflicht für Amerikaner in Deutschland gibt?

Wie gesagt, ich kenne viele ausgesprochen nette US-Amerikaner, und ich bin völlig davon überzeugt, dass die große Mehrheit auch solche Vorgänge gar nicht kennt oder billigt. Aber die administrativen Mitarbeiter sind unter aller Kanone – wenn jemand wie Rumsfeld dort Verteidigungsminister werden konnte, dann  spricht das Bände…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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