Stargate Universe: Folge 12 „Divided“

Meuterei auf der Destiny: Fast alle Zivilisten an Bord wollen sich von der militärischen Führung lossagen und selbst bestimmen (fragt sich nur was?). Rush und Camille sowie Chloe sind die Hauptdrahtzieher des Aufstands. Rush versucht, die Kontrolle über die Bordsysteme an sich zu reißen, übersieht aber, das Eli – noch auf Seiten des Militärs – einen wichtigen Teil, die Lebenserhaltungssysteme, weiterhin kontrolliert. Da Rush die Türen sperrt, sind zwei Gruppen voneinander getrennt. Wie gut, dass Col. Young einen Ausweg findet (und der so abartig geniale Rush hat das wirklich übersehen?) und die Meuterei beenden kann, und das während eines Angriffs der Aliens aus Folge 11.Was im ersten Moment recht interessant klingt und im Grunde die direkte Fortsetzung von Folge 11 ist, ist bei näherem Nachdenken eher als völlig absurde Konstruktion der Autoren zu sehen. So ganz nebenbei stellt sich heraus, dass die Aliens aus Folge 11 einen Peilsender in Form eines Beiboots an der Außenseite der Destiny befestigt haben. Die Autoren bauen „Spannung“ auf, weil Young mit einem Shuttle die Destiny verlässt und das Alien-Beiboot beschießt. Weil Rush inzwischen die Kontrolle übernimmt, kann das Shuttle nicht mehr andocken und würde beim nächsten Hypersprung zerstört werden. Ah ja – wie haben die Aliens vorher das Problem gelöst?

Dann stellt sich heraus, dass die Aliens einen weiteren Peilsender in die Brust eingesetzt haben. Ah ja – sie haben also geplant, dass sich Rush befreit? Ansonsten hatten sie ja in Folge 11 keinerlei Interesse daran, Rush mit dem Peilsender wieder zur Destiny zu bringen. Warum also der Peilsender? Nein, stattdessen haben sie noch Chloe entführt, ihr aber keinen Peilsender eingepflanzt. Aber solche Fragen haben sich die Autoren sicherlich nicht gestellt.

Das Problem bei der Serie stellt sich für mich zudem in der Form dar, dass es keinerlei Sympathieträger in der Serie gibt. Da gibt es niemanden, mit dem man mitfiebern würde – wenn da einer fehlen würde, würde das vielleicht erst viele Folgen später auffallen. Man schaut sich halt die Folge an und denkt nach 40 Minuten – ja und?

Für die Autoren scheint sich die Spannung allein im Verhalten von Menschen in einem abgeschlossenen System auszudrücken – aber warum das alles dann als Fortsetzung von Stargate? Big Brother im Weltraum, das ist es wohl. Das bisher gezeigte Niveau würde passen…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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