Russisch lernen mit System: So macht das Lernen wirklich Spaß

Russisch mit System

22.3.2011: Mein nächster Moskau-Besuch steht bald wieder an, und auch wenn ich inzwischen einigermaßen gut lesen kann, was etwa in Restaurants oder auch nur in der Metro sehr hilfreich ist, mein Sprachwortschatz lässt zu wünschen übrig. Insofern habe ich jetzt mal verschiedene Selbstlernprogramme für Russisch angefordert, einige Bücher auf Verdacht gekauft, einen Volkshochschulkurs belegt  – so recht gefallen hat mir bisher nichts. Mein aktueller Favorit ist der Langenscheidt-Selbstlernkurs „Russisch mit System“ – und daher meine  nahezu uneingeschränkte Empfehlung für alle, die sich mit der russischen Sprache beschäftigen wollen.

Das Paket, das ich erhalten habe, besteht aus einem Übungsbuch mit 320 Seiten, einem Begleitheft sowie vier Audio-CDs plus einer zusätzlichen MP3-CD. So kommt mein alter tragbarer CD-Player auch wieder mal zum Einsatz (wenngleich ich in der S-Bahn damit angesichts von iPods und sonstigen Playern oft nur mitleidige Blicke ernte…).

Sehr viele Grundlagen sind in den Vorlektionen im Buch zu finden, was insgesamt  ausgesprochen übersichtlich aufbereitet ist. Begleitend dazu liefert die erste Audio-CD ein Hör- und Sprechtraining für die Vorlektionen und für die ersten sechs Lektionen. Die zweite Audio-CD setzt das Hör- und Sprechtraining für die Lektionen 7-18 fort.

Begleitend dazu finden sich Dialoge auf zwei weiteren Audio-CDs. Die MP3-CD liefert noch einen Wortschatztrainer für alle im Buch behandelten Lektionen.

Nach Durcharbeiten der Vorlektionen und der ersten Lektionen bin ich jetzt schon sicher, dass ich bei meinem nächsten Moskau-Besuch viel mehr verstehen kann und mich hin und wieder auch an Gesprächen auf Russisch beteiligen kann.

Ein kleiner Kritikpunkt auch an diesem Werk: Wer seine Sprachkenntnisse aufbauen und erweitern will, weil er nur mal gelegentlich nach Russland fahren will, kann sicherlich auf das Erlernen der russischen Schreibschrift gut verzichten – denn die spielt in der Praxis bei einem Moskau-Besuch (und da spreche ich aus der Erfahrung von rund zehn Tripps nach Moskau in den letzten Jahren) so gut wie keine Rolle. Die Schreibschrift stelle ich also ganz hinten an – und wiederum gut ist, dass ich beim Durcharbeiten des Lehrstoffes von „Russisch mit System“ alles, was mit Schreibschrift zu tun hat, auch einfach links liegen lassen kann, obwohl die schon in den Vorlektionen eine große Rolle spielt.

Denn weder im Restaurant noch in sonst irgendwo unterwegs stößt man in der Regel auf handschriftliche Angaben. Insofern fand ich den Volkshochschulkurs auch völlig daneben, weil da stur nach einem speziellen Buch vorgegangen wurde und Schreibschrift da als Voraussetzung genommen wurde. Trotz Kritik deswegen von der Mehrheit der Teilnehmer war die Dozentin nicht bereit, vom Buch abzuweichen und die Interessen der Lernenden in den Mittelpunkt zu stellen. Das war übel, sinnlos und zum Fenster hinausgeworfenes Geld – da ist ein solcher Selbstlernkurs einfach um Klassen besser.

Über den Preis für dieses hervorragende Gesamtpaket kann man auch nicht meckern: Die rund 46 Euro sind hier wirklich angemessen – und deutlich günstiger als mein frustrierender Russisch-Kurs an der Volkshochschule.

Und wer wie ich eine längere Fahrt mit der S-Bahn zum Büro hat, der kann diese Zeit ideal wie ich mit diesem Selbstlernkurs perfekt nutzen. In der Kombination aus Buch und CD macht das auch noch richtig Spaß – obwohl ich in der S-Bahn natürlich darauf verzichte, das Sprechtraining mitzumachen…

Eine Übersicht zu diesem Paket gibt es direkt bei Langenscheidt.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

  • Website: http://www.digiversum.de


3 Kommentare

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  1. 1
    Alex

    ich empfehle das seit.

  2. 2

     
    Asbuka: Russisch auf iPad
    Hallo Elmar, danke für die Bewertung meines Lehrganges  – ich habe mich sehr gefreut! Danke auch für den „kleinen Kritikpunkt“, das hört man oft. Sie haben Recht, die Schreibschrift braucht man nicht so oft – am Anfang, in den allerersten Kommunikationssituationen. Wenn Sie aber im Land länger bleiben oder mit Russen zusammen arbeiten, kommen Sie ohne Schreibschrift nicht aus. Und was machen Sie, wenn Sie einen Liebesbrief bekommen:-))?

    Für diejenigen, die „nur“ das russische Alphabet und die Aussprache erst lernen wollen (und keine Zeit für Sprachkurse haben) gibt es jetzt was Neues von mir – diesmal kein Lehrbuch, sondern eine App für iPad („Asbuka“), die erst vor kurzem in App Store erschienen ist. Wie wir alle wissen, ist der Einstieg in die russische Sprache oft mühsam, in den meisten Lehrwerken für Russisch gibt es zu wenige Hör-und Sprechübungen. Und nicht alle haben Zeit, abends Sprachkurse zu besuchen. „Asbuka“ ist der erste „seriöse“ Einführungskurs Russisch für Deutschsprachige auf iPad, der Sie binnen kürzester Zeit in die russische Schrift und Aussprache einführt. Nach diesem Einführungskurs können Sie nicht nur Russisch lesen – Sie werden sich schon in den allerwichtigsten Alltagssituationen auf Russisch verständlich machen können. Der Kurs hat folgende Struktur: * 10 Lektionen mit Hör-und Sprechübungen sowie Grammatik * Russisch für’s Gespräch (Kontakt und Konversation) * Grammatik (Zusammenfassung) * Wörterbuch (Deutsch-Russisch, Russisch-Deutsch) Alle Wörter und Sätze in den Übungen sind von den professionellen Sprechern (Muttersprachlern) in einem Moskauer Tonstudio vertont und mit deutscher Übersetzung versehen. In den Übungen zum Wortschatz können die deutsche bzw. die russische Spalte/Zeile wechselseitig ausgeblendet werden – so kann man „nebenbei“ auch den Wortschatz für die ersten Alltagssituationen lernen. Im Abschnitt „Russisch für‘s Gespräch“ lernen Sie anschließend, wie Sie den Grundwortschatz sowie die ersten grammatischen Themen aus den Lektionen verwenden können, um die wichtigsten Alltagssituationen (z.B. Vorstellung, Fragen nach dem Weg etc.) auf Russisch zu meistern. 
    Inzwischen sind insg. 5 Kundenbewertungen in iTunes erschienen, alle 5 Sterne. Leider  können die deutschen  iTunes- Kunden  nur die „deutschen“ Bewertungen sehen, nicht aber welche von den österreichischen oder schweizerischen Kunden – die Rezensionen sind in App Stores nach Ländern geteilt, nicht nach der Sprache der Bewertung – für mich nicht nachvollziehbar. 
    Falls Sie Interesse haben, wäre ich Ihnen für eine Rezension sehr dankbar. Ich kann Ihnen auch eine Gutscheincode schicken, damit Sie die App bewertet können, ohne sie kaufen zu müssen.

    Hier der Link zu iTunes http://itunes.apple.com/de/app/asbuka/id563236751?mt=8 Liebe Grüße Elena Minakova-Boblest 
     

    1. 2.1

      Hallo Elena, danke für die Rückmeldung. In Kürze werde ich mal ein paar Tage ein iPad zur Verfügung haben, dann schaue ich mir Asbuka mal genauer an. Wie sieht es denn mit einer Umsetzung für Android aus? Übrigens: Ich halte nach wie vor das Beharren auf das frühe Erlernen der Schreibschrift für eine didaktisch falsche Vorgehensweise, die braucht ein Tourist etwa in keinster Weise. Klar, wer länger in Russland ist, sollte sie beherrschen – aber das sollte am Ende der Kurse erfolgen und geht sonst an der Praxis vorbei. Ich war jetzt etwa 10-15mal in Moskau und habe bis auf einen Einkaufszettel nie Kontakt mit der Schreibschrift gehabt, auch heute erfolgt eine schriftliche Kommunikation per SMS oder E-Mail…



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