Robert Ludlum: Der Rheinmann-Tausch

Ich habe viele alte Taschenbücher von Robert Ludlum im Regal, und alle habe ich vor vielen Jahren schon mal gelesen. Dieses Buch habe ich mal wieder für die tägliche Fahrt mit der S-Bahn hergenommen – und vielleicht hat es mir mal vor vielen Jahren gefallen, heute muss ich mich zwingen, es zu Ende zu lesen – den Inhalt hatte ich total vergessen, was auch nicht besonders für das Buch spricht.

David Spaulding, genannt Lissabon, ist im zweiten Weltkrieg in Portugal aktiv und baut ein Netz auf, das zum Beispiel Überläufer in Sicherheit bringt. Doch dann muss er Portugal verlassen und nach Buenos Aires, um einen Austausch zwischen den verfeindeten Nationen USA und Deutschland zu organisieren. Beide Nationen, Kriegsgegner, brauchen einander, trotz  Krieg, wollen etwas auf angeblich neutralem Boden tauschen, Diamanten gegen Konstruktionspläne. Und natürlich kommt einiges dazwischen, als Spaulding erkennt, dass er nur eine Marionette in einem größeren Spiel darstellen soll. USA, Deutsches Reich, natürlich auch die Juden – sie spielen eine Rolle in diesem Verwirrspiel, das so „spannend“ ist, dass ich mich zwingen muss, auch noch die letzten Seiten dieses Buches zu lesen. 20 Seiten fehlen nur noch, doch so recht kann ich mich gar nicht motivieren, auch noch diese Seiten zu lesen. Das Ende liegt aber nahe – und wird auch gleich zu Anfang ein wenig vorweggenommen, was die Spannnung von Beginn an völlig tötet. Selten habe ich so lange (Wochen!)  für ein Buch von 429 Seiten gebraucht.

Dieses Buch von 1974, zufällig aus dem Regal genommen, ist nicht gerade ein Anreiz, weitere Taschenbücher von Ludlum wieder zu lesen – von daher bin ich froh, auch keines der neueren Bücher gekauft zu haben, auf denen zwar Robert Ludlum steht, die aber in Wirklichkeit von anderen Autoren stammen, etwa „Das Moskau-Virus“ von Patrick Larkin – obwohl das vom Titel her ja schon nahe gelegen hätte… Andererseits: Vielleicht sind die neueren Bände, die ja angeblich nur auf Ideen des verstorbenen Ludlum zurückgehen, besser als das Original…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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