Neu gelesen: Heat von James Patterson – der neue Roman um Alex Cross

28.8.2011: Nachdem der letzte Roman Fire von James Patterson ein absolut gruselig schlechter Roman um Alex Cross war, habe ich erst ein wenig gezögert, das neue Buch zu lesen. Vorweg – er nähert sich wieder etwas früheren Cross-Romanen – allerdings nicht viel… Und der ewige Telefonanruf durch Kyle Craig am Ende des Romans fehlt natürlich auch nicht – das wird langsam überaus langweilig!

An seinem Geburtstag  erfährt Cross, dass seine Nichte ermordet und in einem Häcksler zerstückelt wurde. Während seiner Recherche findet er heraus, dass sie als Edel-Prostituierte gearbeitet hatte. Die Spuren führen zu einem Haus, in dem wilde Sex-Partys mit Prostituierten gefeiert wurden – und wo bekannte Vertretet aus Politik und Wirtschaft anwesend waren. Der Besitzer dieses Etablissements hat zudem alles gefilmt, um die Anwesenden anschließend erpressen zu können. Darunter auch eine maskierte Person namens Zeus – und da führen Spuren schließlich bis in die Tiefen des Weißen Hauses…

Insgesamt wirkt das alles ziemlich zäh, zumal Patterson diesmal viele Seiten des Buches mit der Story um die herzkranke und ins Koma gefallene Nana garniert. Zugleich ist auch der Vizepräsident sowie der Secret Service an den Ermittlungen unabhängig von Cross beteiligt.

Zum Schluss werden die verschiedenen Handlungsstränge mit der Aufdeckung von Zeus verbunden – aber das in einer Art und Weise, die so unglaubhaft wie unglaubwürdig und insgesamt wenig nachvollziehbar ist. Und irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass der Prolog des Buches erst im Nachhinein ergänzt wurde, um noch eine halbwegs wahrscheinliche Lösung des Falls hinzubekommen.

Während die frühen Alex Cross-Romane nach recht fesselnd geschrieben waren, so dass ich sie beispielsweise auch gerne ein zweites Mal gelesen habe, fallen die neueren Bände qualitativ deutlich ab. Heat ist wie Fire kein Roman, den ich noch einmal lesen möchte, wieder ist es mir passiert, dass ich einfach etliche Seiten beim Lesen überblättert habe.

Vielleicht wird es Zeit, dass Patterson endlich Alex Cross in den verdienten Ruhestand schickt – immerhin: heiraten will Cross ja wieder. Und nein – einen neuen Roman als Auseinandersetzung mit Kyle Craig will ich wirklich nicht mehr lesen…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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