Neu gelesen: Die Macht der sechs Steine von Matthew Reilly

5.9.2011: Das Buch „Das Tartatus-Orakel“ von Matthew Reilly hatte ich schon vor einiger Zeit mal gelesen – und nahezu gleich wieder fast vergessen. Erinnert habe ich mich daran erst wieder, als ich jetzt mal wieder über einen Flohmarkt schlenderte und zwei weitere Taschenbücher zu einem Spottpreis mitnahm: „Die Macht der sechs Steine“ und „Der fünfte Krieger“. Fast hätte ich auch das Tartarus-Orakel noch einmal mitgenommen…

Als ich mich schwach an den Helden Jack West Junior erinnerte, habe ich gleich noch einmal das Tartarus-Orakel gelesen – ein eigentlich in sich abgeschlossener Roman, der schon ein wenig absurd war – aber das ist man ja von Matthew Reilly schon gewöhnt. Die Macht der sechs Steine ist nun eine Fortsetzung dieses ersten Buches – bei der man das Gefühl hat, das der Autor irgendwie den Helden Jack West fortsetzen wollte. Man muss also dieses zweite Buch nicht wirklich lesen, das erste steht für sich im Grunde völlig ausreichend für sich allein.

Okay, in „Die Macht der sechs Steine“ geht es im alten Stil des Tartarus-Orakel weiter – diesmal mit einer eher hanebüchenen Story um eine tödliche Sonne, gegen die nur sechs Steine helfen sollen, die an sechs zu findenen Orten der Welt Teil einer wie auch immer gearteten „Maschine“ werden müssen, um die Apokalypse mit dem Ende der Welt abzuwenden. Und es gibt neue und alte Widersacher: Eine Gruppe um West Senior, der sich mit Chinesen und Saudi-Arabien verbündet hat und der sogar seinen Sohn töten will, der englische, dänische und russische Adel spielt eine Rolle, Japan ist auch irgendwie dabei…

Und diesmal endet das Buch nicht wirklich, denn von den sechs Steinen sind erst zwei aktiviert, Jack West scheint (mal wieder) tot zu sein, die Bösen scheinen gewonnen zu haben. Kurz gesagt: Mitten im längst nicht zu Ende behandelten Handlungsstrang endet das Buch. Wer dann nicht gleich die Fortsetzung der Trilogie mit „Der fünfte Krieger“ zur Hand hat, ist angeschmiert… Das erwartet man vielleicht bei irgendeinem Serien-Spektakel im TV mit bekannten Cliffhangern und ein paar Monaten Pause, aber nicht bei einem Buch, bei dem man das Gefühl hat, hier wurde bewusst aus einem dicken Buch vom Verlag ein Zweiteiler produziert und ein nahezu beliebiger Einschnitt vorgenommen.

Noch einmal konkret: Das Buch „Die Macht der sechs Steine“ ist nicht abgeschlossen und hat kein Ende!

Gut, ich habe nun auch den dritten Band angefangen zu lesen, aber ich bin heilfroh, damals nicht den zweiten Band neu gekauft zu haben. Für ein paar Cent auf dem Flohmarkt okay – aber mehr ist „Die Macht der sechs Steine“ wahrlich nicht wert. Und auf dem Flohmarkt wird diese Trilogie auch sicher wieder enden.

Vergleiche ich die Geschichte um Jack West mit dem Buch „Ice Station“, dann sind da für mich Welten als Unterschied – „Ice Station“ war mein erster Roman von reilly und hat mich von Beginn an fasziniert, so übertrieben auch alles dargestellt wurde. Aber da passte irgendwie alles zusammen. Bei den Romanen um Jack West passt kaum etwas zusammen, die Hintergründe sind ebenso absurd wie die Handlung teilweise.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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