Neu gelesen: Caligo von Marc van Allen

Mit „Caligo“ legt Marc van Allen den dritten Band einer kleinen Reihe vor, die mit „Invisibilis“ interessant begann und mit „Venatum“ fortgesetzt wurde. Was im ersten Band noch recht spannend begann und auf einen Kampf gegen unsichtbare Gegner hinauuslief, war schon im zweiten Band eher schleppend und mit einigen absurden Elementen gespickt. Der dritte Band, den ich dann nach längerem Zögern dann doch gekauft habe, weil ich wissen wollte, wie und ob die Geschichte ein Ende findet, hat mich dann endgültig enttäuscht. Worum geht es in den Romanen?

Seit vielen Jahren gibt es eine Gruppe von Unsichtbaren auf der Erde. Ursprünglich sind diese Unsichtbaren Zeitreisende aus einer fernen Zukunft, die die Vergangenheit erforschen und dann auch beeinflussen. Als Unsichtbare können sie das alles unbemerkt tun. Allerdings, so die These des Buches, verändert die Unsichtbarkeit die Psyche (siehe Caligo Seite 375) und lässt die Zeitreisenden kriminell werden.

Im Jahr 1908 kommt es in Sibirien zu einer merkwürdigen Katastrophe (Tunguska), die laut Buch durch eine missglückte Zeitreise entstand. Zwei Zweitreisende überleben. Eine landete in deutschen Händen, der andere kam über Umwege aus Russland in die USA und landete in den Händen der Geiheimdienste.

Während dann sowohl auf deutscher als auch auf amerikanischer Seite an der Unsichtbarkeit geforscht wird und es den Amerikanern dann wohl auch gelingt, das Prinzip zu verstehen (so wird das bekannte Philadelphia-Experiment ins Spiel gebracht), entsteht ein Orden aus Unsichtbaren, der als Gruppe immer mehr Macht und Einfluss bekommt und auch neue Generationen von Unsichtbaren erzeugt. Gleichzeitig entsteht aber auch ein Widerstand, der aus Sichtbaren und Unsichtbaren besteht und letztlich vom letzten Zeitreisenden geleitet wird.

Soweit die Idee, die hinter den Büchern steckt und die erst im dritten Band wirklich ans Tageslicht kommt.

Hauptperson der Romane ist die Historikerin Alexandra Lessing, die mir im dritten Band „Caligo“ nur noch auf die Nerven ging. Dass der Orden am Ende geschlagen wird, war irgendwie klar – die Handlung war nur noch zähflüssig und kaum nachvollziehbar. Ich muss auch gestehen, dass ich viele Seiten des Buches vor lauter Langeweile einfach nur weitergeblättert habe und zuletzt nur noch die letzten Seiten des Buches gelesen habe…

Marc van Allen ist es nicht gelungen, aus einer an sich guten Idee eine durchweg spannende Handlung zu erzeugen – das Niveau ließ von Band zu Band dermaßen nach, dass es schade um die Zeit für die Lektüre und das Geld für den Kauf war. Keinerlei Veranlassung also, diese Bücher aufzubewahren und vielleicht noch einmal zu lesen – der nächste Flohmarkt kommt bestimmt…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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