NCIS Staffel 13, Folge 1: Fragwürdiger Start der neuen Staffel

27.9.2015: Das Finale von Staffel 12 bestand darin, dass Gibbs mit Tony im Zuge der Ermittlungen gegen „The Calling“ – eine Terrorgruppe, die Kinder rekrutiert – in den Irak reisen. Dort schießt eines der Kinder, um das sich Gibbs zuvor gekümmert hat (Luke Harris) auf Gibbs und trifft ihn am Bein und in der Brust. Nicht wirklich ein Cliffhanger, denn war davon auszugehen, dass Gibbs nicht überlebt? Wohl kaum. Erwähnenswert ist noch, dass Gibbs die Foltermethoden, die CIA-Agentin Joanna Teague, die Mutter des bei einem Attentat durch „The Calling“ ums Leben gekommenen Ned Dorneget, verurteilt – doch Gibbs selbst greift in der ersten Folge der neuen Staffel zu äußerst fragwürdigen Methoden…Der angeschossene Gibbs wird auf den Flugzeugträger USS Daniel Webster gebracht und dort von Dr. Taft operiert wird. Gibbs sieht und hört mal wieder Mike  Franks, er „erlebt“ ein Zusammentreffen mit seiner ermordeten Tochter Kelly…

Natürlich überlebt Gibbs und kommt zurück ins Büo. Dort hört er, dass Tony zusammen mit CIA-Agentin Joanna Teague in Shanghai sind, wo sie „The Calling“, genauer den Anführer Daniel Budd aufspüren sollen. Gibbs soll laut Director Vance erst einmal am Schreibtisch bleiben und noch nicht aktiv ermitteln. Doch Gibbs macht angeblich einen Spaziergang und besucht den inhaftierten Matthew Rousseau im Gefängnis. Dabei sticht er Rousseau einen Kugelschreiber durch das Handgelenk…

Hier war bei mir der Punkt erreicht, wo ich den Rest der Folge nur noch mit wenig Interesse verfolgt habe (wobei Tony dann auch noch Daniel Budd in Shanghai erschießt…). Mag sein, dass solche Foltermethoden inzwischen in der US-amerikanischen Strafverfolgung oder beim US-Militär (man denke nur an Warterboarding in Guantanamo und mehr) die Regel geworden sind und dahei von den Drehbuchautoren auch ohne jegliches schlechtes Gewissen übernommen werden – für mich ist hier eine klare Grenze erreicht und überschritten, die jegliche Sympathie für Gibbs verschwinden lässt. Nicht zu vergessen dabei, dass er ohnehin schon den Killer seiner Familie kaltblütig als Scharfschütze ermordet hat, wobei ich dachte, er hätte sich verändert. Zumal er ja die Foltermethoden von Joanna Teague missbilligt hatte…

Es bleibt dabei: Ich lehne Folter in allen Variationen komplett ab! Das hat auch in einer solchen TV-Serie absolut nichts zu suchen – und ein Drehbuchautor, der so etwas einbaut , und ein Schauspieler, das das akzeptiert, sind bei mir unten durch.

Insofern werde ich nur noch gelegentlich in die Staffel 13 reinschauen…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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