Facebook-Einstellungen im Griff: Privatsphären-Ampel bietet Überblick über Privatsphäre-Einstellungen

15.10.2012: Einfach, aber effektiv: Eine an der TU Darmstadt entwickelte Erweiterung für den verbreiteten Internet-Browser Firefox ermöglicht es Nutzern, ihre Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook auf einen Blick zu überprüfen und einfach zu verändern. So eine Pressemitteilung der TU, in der auch der Link zum kostenlosen Download der Firefox-Erweiterung genannt wird. Ob das so funktioniert, habe ich gleich einmal im Praxis-Test überprüft. Zunächst aber der Text der TU Darmstadt:

Pressemitteilung:

Der „Facebook Privacy Watcher“ unterlegt im Profil und in der Timeline alle Einträge farblich, deren Privatsphäre-Einstellungen geändert werden können: Öffentliche Einträge markiert er grün, für Freunde freigegebene Einträge gelb und vollständig versteckte Einträge rot. Die Einstellungen lassen sich zudem direkt an jedem Eintrag mit einem einfachen Mausklick ändern. Die Wissenschaftler um Informatikprofessor Prof. Thorsten Strufe entwickelten das sogenannte Add-on für eine Machbarkeitsstudie am Forschungszentrum CASED und stellen sie zum kostenlosen Download bereit: http://www.p2p.tu-darmstadt.de/research/facebook-privacy-plugin/

„Die Auswirkungen der Privatsphären-Einstellungen von Facebook sind schwer nachzuvollziehen. Wir wollten, dass Nutzer ihre Freigabe-Einstellungen auch bei Hunderten von Einträgen sofort erkennen können und sie bei der Bedienung unterstützen“, sagt Strufe.“ Das Add-On arbeitet lokal im Browser des Benutzers und liest die aktuellen Facebook-Einstellungen aus. Dabei werden zu keinem Zeitpunkt geschützte Inhalte ausgelesen oder weitergeleitet. „Die Idee mit der farblichen Markierung funktioniert in der ersten Umsetzung schon sehr gut und wir planen, das Add-on mit interessierten Entwicklern weiter zu verbessern“, ergänzt Informatikstudent Daniel Puscher, der die Erweiterung zusammen mit Thomas Paul am Fachgebiet Peer-to-Peer Netzwerke entwickelt hat.

Datenschützer empfehlen, möglichst wenig persönlichen Informationen über soziale Netzwerke zu veröffentlichen. Obwohl die meisten Nutzer ihre Daten heute besser schützen, werden immer wieder sensible Daten versehentlich allen Internetnutzern zugänglich gemacht.

Quelle:
Pressemitteilung 85/2012 der TU Darmstadt
Prof. Dr. Thorsten Strufe

Praxis-Test:

Die Adresse zum Download führt erst einmal weiter zu einer anderen Seite, die mehr Informationen liefert, etwa zur Installation. Die verläuft ganz einfach:

  • Erweiterung wie üblich installieren
  • Firefox neu starten

Danach ist rechts oben in der Ecke des Firefox ein neuer Button zu sehen, hinter dem sich die Einstellungen des Addon verbergen – über den Pfeil ist der kaum zu ignorieren. Zunächst müssen die eigenen Privatsphäre-Einstellungen von Facebook ausgelesen werden. Das dauert einen Moment, wobei beim ersten Einrichten auch noch einmal das Facebook-Passwort einzugeben ist. Entsprechende Meldung bestätigen, dann muss die Erweiterung noch  über den Button aktiviert werden.

Nach dem Aktivieren lassen sich in der Tat Einstellungen sofort farblich ablesen – wer vergessen hat, welche Farbe für welche Einstellung steht, kann am linken Bildrand eine Legende aufrufen.

Grün steht für Öffentlich

Mit einem Klick auf einen eingefärbten Eintrag wird ein Farbkreis eingeblendet, sodass man mit einem Klick darauf die Provatsphären-Einstellung ändern kann.

Privatsphären-Einstellung mit einem Klick auf den FarbkreisMan sieht: Auch wenn die Erweiterung noch längst nicht fertig ist – aktueller Stand des „Facebook Privacy Watcher“ ist 0.6.9 beta: Es funktioniert schon sehr gut und ist eine gute Hilfe, um seine eigenen Einstellungen für die Facebook-Privatsphäre zu prüfen und für jeden Beitrag zu ändern…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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