Castle Staffel 6 Folge 3: Need to Know

Bestechungsversuch9.1.2014: Ein Jogger ist unterwegs. Als er in einer Baustelle landet, wird er ermahnt, woanders zu laufen. Der Jogger dreht sich um – und ein Toter wird sichtbar, der am Haken eines Krans hängt und dort aufgespießt ist. So beginnt die Folge 3, die letztendich dazu führen wird, dass Beckett ihren Job beim FBI verlieren wird – und der Grund dafür macht sie um so sympathischer…

Castle und Beckett scheinen gemeinsam im Bett zu liegen, als sie sich unterhalten. Doch schnell sieht man, dass die beiden sich lediglich per Smartphone-Video unterhalten. Beckett ist in Washington, Castle in New York. Dann erhält Beckett einen Anruf ihrer Partnerin McCord.

Castle schreckt von einem lauten Geräusch hoch – und findet Alexis und Pi im Küchenbereich, Mixgetränke zubereitend. Castle würde Pi am liebsten rauswerfen, doch seine Mutter rät ihm, einfach durchzuhalten. Dann sehen beide eine Meldung im Fernsehen, dass Charlie Reynolds, ein ehemaliger TV-Kinderstar, ermordet aufgefunden wurde – er ist der Tote am Haken des Baukrans. Castle sieht Esposito und Ryan am Tatort – und sieht das als willkommene Abwechslung. Er versucht Esposito anzurufen – doch der ignoriert den Anruf – life im TV zu sehen…

Castle fährt zum Tatort, doch an der Absperrung wird ihm der Zugang verweigert durch Detective Grant Sullivan, der nun statt Beckett im Team ist. Esposito und Ryan kommen hinzu, doch auch die beiden verweigern Castle den Zugang mit dem Argument, dass Captain Gates das nicht gutheißen würde. Doch Castle kontert – Gates sei schließlich gar nicht in New York, sondern auf einer Konferenz in Florida – und er müsse einfach raus aus der Wohnung. Esposito und Ryan lassen ihn schließlich doch an den Tatort…

Dort treffen sie nicht etwa auf Lanie, sondern auf Perlmutter, der den Zeitaum des Todes nennt – und dass der Tote vom Dach des Gebäudes gestoßen sein muss. Also kein Selbstmord, wie Esposito zunächst vermutet, sondern Mord. Ryan findet einen Zettel mit einer neunstelligen Nummer in der Tasche des Toten. Sullivan soll versuchen, mehr über die Nummer herauszufinden. Der hat inzwischen die Mailbox des Toten überprüft und Anrufe einer Frau entdeckt, die dem Toten gedroht hat: Geraldine Powers. Castle, Esposito und Ryan besuchen die Frau – sie ist die Agentin des Toten. Die berichtet, dass Reynolds wegen der Renovierung des Gebäudes woanders wohnt, ein Teil seiner Post aber versehentlich bei ihr landete. Und sie erzählt, dass Reynolds gerade erst eine Eintahlung auf sein Konto vorgenommen hatte: 125.000 Dollar. Normalerweise hatte er mit den Jobs, die sie ihm vermittelte, kaum Geld für die Miete – und sie vermutet, dass Reynolds einen anderen Auftritt hatte und ihre Provision nicht zahlen wollte – daher die Drohungen.

Die drei kehren zurück zum Büro – und Castle ist entsetzt über die Unordnung auf dem Schreibtisch von Beckett – der jetzt Sullivan gehört. Und plötzlich kommt Captain Gates hinzu – die Konferenz war einen Tag früher aus. Sie macht Castle klar, dass er kein Mitglied der Polizei sei, dass er nichts mit dem Fall zu tun habe – das sei Angelegenheit des NYPD. Doch dann öffnet sich die Tür, und Beckett und McCord kommen hinzu – der Fall sei nicht mehr in Händen des NYPD, sondern des FBI…

McCord ordnet an, dass wie bisher weiter ermittelt werden soll, doch alles müsse an sie und Beckett berichtet werden. Doch warum sich das FBI einschaltet, ist angeblich geheim… McCord erzählt Beckett, dass alle Daten nach Washington weitergeleitet werden sollen – warum, wisse sie nicht, es sei eben so und sie hat sich damit arrangiert. Da wird schon klar, dass Beckett damit nicht einverstanden ist…

Esposito und Ryan fragen Castle, auf welcher Seite er stehe, nachdem ihnen der Fall mal eben so weggenommen wurde. Dann wundern sich beide, warum ausgerechnet an dem Tag, als Castle seine Hilfe anbietet, auch Beckett nach New York kommt. Das kann doch kein Zufall sein, oder? Esposito bezeichnet  Beckett als „Judas“ – ist Castle gar ihr Informant, der sich eingeschlichen hat, also der „Judas von Judas“?

Perlmutter kann inzwischen den Zeitpunkt des Todes um Mitternacht herum weiter eingrenzen. Er hat Spuren eines Kampfes am Toten gefunden – der hat sich also wohl gewehrt. Und Perlmutter hat Hühnerexkremente in den Schuhsohlen des Toten gefunden – und Hühner gibt es wohl nicht oft in New York… Mehr will Perlmutter aber auch nicht erzählen…

Sullivan hat inzwischen herausgefunden, dass der Tote ein paar Reisen nach Russland unternommen hatte. Und er habe eine Taxi-Rechnung entdeckt. Auf dem Weg zu seiner Wohnung sei aber noch jemand ins Taxi gestiegen, und es habe einen Riesenstreit gegeben. Sullivan konnte sogar herausfinden, wer der andere war: Ramon Russo, der frühere Ko-Star der TV-Serie. Dabei kommt plötzlich heraus, dass Esposito, der die Serie angeblich nie gesehen haben wollte, die Serie (Ryan ist ein Fan!) doch kennt…

Die nächste Szene zeigt Russo, der hinter einem Tisch sitzt und sagt, alles sei ein Unfall gewesen… Doch es stellt sich heraus, dass Russo ein paar Schauspielschüler unterrichtete – also gar kein Verhör, wie zunächst zu vermuten war… Klar ist, Russo und Reynolds hatten sich gehasst, denn eigentlich sollte Russo der Star der Serie werden. Und er erzählt, angeblich solle es einen Remake-Film der Serie geben, bei dem sie zusammenarbeiteten und weshalb er sich mit Reynolds getroffen habe. Der Streit sei entstanden, weil Reynolds plötzlich keine Texte mehr im Kopf hatte – er sei seit einigen Tagen erschöpft und müde gewesen – ganz anderes als vor 20 Jahren zur Zeit der Serie.

Russo hat zudem ein Alibi – jedenfalls laut seiner Freundin. Sullivan berichtet, Reynolds habe heimlich einen Blick in die Bücher der Produktion geworfen und angeblich Unregelmäßigkeiten bei der Finanzierung entdeckt. Nun kommt Hank Harper der Produzent des Remakes, ins Spiel… Dem ist, wie Ryan herausfindet, schon mehrfach Veruntreung von Geld aus Filmproduktionen vorgeworfen worden, auch wenn es nie zu einer Verurteilung kam. Ein Motiv für den Mord, weil Reynolds etwas entdeckt hat?

Am Set wird am Film weiter gedreht, obwohl der Haupstarsteller tot ist – die drei (Castle ist weiter dabei) sehen mehrere Schauspielt, die so verkleidet sind wie früher der Tote. Castle, Ryan und Esposito schauen ein wenig zu – auffallend ist der russische Dialekt des Redakteur und der typische russische Name einer Schauspielerin: Svetlana. Da fällt einem doch gleich die Bemerkung Sullivans über Reisen nach Russland ein, oder?

Die drei verhören den Produzenten Hank Harper – doch der behauptet, die ganze Nacht am Set gewesen zu sein – und es würde ihm (trotz seiner Vergangenheit) niemals einfallen, Geld von den Russen zu stehlen – und Russen finanzieren den Film…

Ryan und Esposito wundern sich anschließend, warum sich das FBI eingeschaltet habe – hat es was mit den Russen zu tun? Und sie erinnern Castle daran, dass er ja eine recht gute Beziehung zum FBI habe – mehr über die Huntergründe zu wissen würde helfen, den Fall zu lösen. Castle weigert sich zunächst, doch dann lässt er sich von den beiden überzeugen… Als nächstes sieht man ihn, wie er einen Kaffe Latte mit einem Herz-Milchschaum für Beckett zubereitet und sie nach Infos ausfragt. Doch die erkennt sofort, dass es lediglich ein Bestechungsversuch ist… Dann sieht er McCord näherkommen und bittet sie nur zu nicken: einmal, wenn es um die Russen geht, zweimal, wenn es um was anderes geht. Doch Beckett nickt dreimal… Castle ist verwirrt.

Unterdessen haben sich Ryan und Sullivan die Bücher des Films angeschaut und sind auf eine Rechnung gestoßen über eine Lieferung von Kameras aus Russland – und die Nummer stimmt mit der überein, die auf dem Zettel stand, den Ryan beim Toten gefunden hatte. Die Lieferung ging an ein Lagerhaus, das direkt an einen Geflügelverarbeitungsbetrieb liegt…

An dieser Stelle höre ich mit weiteren Details auf – ich will ja nicht alles verraten. Nur so viel noch: Auch die CIA mischt plötzlich mit (man errinnere sich an den Jogger…), und es hat wirklich was mit den Reisen nach Russland zu tun. Doch Washington verlangt, dass alle Ermittlungen eingestellt werden, was Beckett nicht gefällt – sie übergibt Castle heimlich einen USB-Stick, sodass Esposito, Ryan und Castle auch heimlich weitermachen. Der Mörder wird auch aufgespürt – und Beckett will jemanden zu schützen (auch vor der CIA) und gibt der Presse anonym einen  Hinweis, sodass die CIA ausgespielt hat – doch das kommt heraus, und McCord kommt schließlich zur Wohnung von Castle, um Beckett mitzuteilen, dass sie gefeuert sei. Und das, nachdem Castle ihr gerade gebeichtet habe, dass er eine gemeinsame Wohnung in Washington gekauft habe…

Mein Fazit: Irgendwie war es abzusehen, dass Beckett Probleme bekommen würde mit den Machenschaften in Washington – und es ehrt sie um so mehr, wie sie gehandelt hat. Meine Hochachtung, wie sie jemanden gerettet hat. Und meine Hochachtung vor den Drehbuchschreibern, die einen genialen Dreh gefunden haben.

Denn es war klar, dass auch ein Wechsel von Castle nach Washington kaum dauerhaft in Frage kam – alles dreht sich ja um das Polizeirevier, in dem Beckett war. Was wäre mit den bisherigen Hauptakteuren wie Esposito, Lanie oder Ryan geschehen?

Was wird aber nun mit Beckett geschehen? Keinen Job mehr in der FBI-Taskforce, ihr Platz beim NYPD ist vergeben… Sie ist arbeitslos – gut, mit Castle an der Seite ist das zumindest keine finanzielle Belastung, wie sie die meisten Normalbürger hätten. Doch wer sich in Beckkett hineinversetzen kann, weiß, dass sie kaum mit einer solchen Rolle zufrieden wäre… Auf die weiteren Folgen kann man also gespannt sein…

Für mich gehören jedenfalls die ersten drei Folgen der Staffel 6 zu den absoluten Highlights der Serie…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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