Black Rain von Graham Brown

Als ich mal wieder im Buchladen stand, fiel mir ein neues Taschenbuch in Auge. Es handelt sich um den Debütroman von Graham Brown mit dem Titel „Black Rain“. Das Thema klang recht interessant: Eine eher undurchsichtige US-Abteilung, die sich auf neue Technologien konzentriert und diese zur Not auch per Spionage stiehlt (na, so eine Voraussetzung wundert mich nun nicht) ist auf der Spur nach Kristallen, die scheinbar aus einer Kalten Fusioon stammen. Zielgebiet ist der Urwald des Amazonas. Eine erste Truppe wird entsandt, doch von der kommen bis auf einen Überlebenden alle ums Leben. Was sie genau getötet hat, bleibt zunächst im Dunkeln. Eine zweite Expedition wird vorbereitet, und nur wenige wissen über die realen Gefahren Bescheid. Und natürlich kommt es zu Kämpfen – nicht nur mit Konkurrenten, sondern auch mit Fabelwesen aus der Zeit der Mayas.

Gut, zum einen liegt das Thema Maya derzeit nahe, denkt man an Filme wie 2012 und an das Ende des Maya-Kalenders. Der Autor verknüpft hier zum einen geschickt Maya-Legenden mit moderner Action, zum anderen driftet das Buch an manchen Stellen mehr in den Bereich Fantasy ab, und wenn dann ein Leichnam in einem alten Maya-Tempel gefunden wird, der angeblich wohl aus der Zukunft stammt, wird das alles doch recht fragwürdig, Thriller hin oder her. Von Kalter Fusion ist auch später gar nicht mehr die Rede, dafür lesen sich Kämpfe gegen die Monstertiere recht flüssig, so dass man das Buch recht flüssig lesen kann, wenn man Action mag.

Das Ende an sich ist zwar abzusehen, doch bleibt so manches aus dem Buch offen, so dass ich am Ende doch eher unzufrieden war. Spannung war zwar da, doch irgendwie kann ich das Gefühl nicht verlieren, dass Brown während des Schreibens so manches von dem vergessen hat, was er anfangs aufgebaut hat. Und so etwas ist unbefriedigend, wenn man das Gefühl hat, da ist noch irgendetwas offen nach 542 Seiten.

Insofern bin ich sicher, dass dieses Buch kein Kandidat für ein zweites Lesen sein wird – und auch für kommende Bücher bin ich eher skeptisch, ob ich von Brwon noch mehr kaufen werde.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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