Lieber ein umstrittenes Wembley-Tor, lieber ein Handspiel Frankreichs vor dem entscheidenden Tor, lieber eine “Hand Gottes” als technisches Teufelswerk: Was die FIFA-Regelwärter da zu ihrer Entscheidung getrieben hat, als sie technische Hilfsmittel für den Fußball ausschlossen, erinnert mich irgendwie ans Mittelalter oder ans Festhalten am Exorzismus. Die Argumentationen der FIFA-Verantwortlichen sind so wenig nachvollziehbar, wie sie reaktionär und letztlich lächerlich sind. weiterlesen »
Ein Heimspiel, und nicht eine einzige Torchance für Deutschland – mit einem wahren Fehlpass-Festival der deutschen Spieler. Das war allenfalls drittklassig gegen eine keineswegs erstklassige Mannschaft – und da muss sich einfach nach der Qualität des Trainerteams stellen. Gomez statt Klose im Spiel – habe ich den Namen eigentlich mal gehört während des Spiels? Bislang fand ich es schade, dass ich wegen eines viel wichtigeren Termins ein Spiel der Vorrunde während der WM verpassen werde – nach solchen Leistungen freue ich mich auf den Termin und werde das Ergenis irgendwann in der Zeitung nachlesen. Für mich war das Spiel eine Bestätigung einer äußerst schwachen und glücklichen WM-Qualifikation – Glück deshalb, weil alle Gegner ebenfalls nur dritt- oder viertklassig waren. Kein Wunder, dass ich immer öfters selbst die früher heilige Sportschau am Samstag verpasse und auch längst nicht mehr bedaure, ein Champions League-Spiel deutscher Mannschaften nicht live im TV zu sehen. So verliert man Fans… Und dabei war die Vorfreude heute so groß…
Also ganz ehrlich, was ich bisher in den ersten 45 Minuten des Testspiels gesehen habe, ist erschreckend. Weder Argentinien, noch Deutschland gehören für mich mit solchen Leistungen zu den Favoriten der WM in Südafrika. Deutsche Tor-Chancen in 45 Minuten: Null. Gut, unser Super-Bundestrainer mit den hohen Gehaltsforderungen bietet ja auch ein wahres Traum-Duo als Stürmer auf, das sich durch Erfolglosigkeit in den letzten Monaten – wenn sie denn überhaupt gespielt haben! – ausgezeichnet hat. Podolski und Klose, die Torgaranten… Naja. Dazu in der Abwehr ein Tasci, bei dem man sich wirklich fragt, warum er Nationalspieler ist. Ach ja, Ballack spielt ja auch – nur wo? Wobei Argentinien nicht wirlich besser ist, aber immerhin haben sie einen Lattenschuss erzielt (wo war Tasci?), und es gab immerhin einen Treffer. Not gegen Elend – das ist für mich Fußball zum Abgewöhnen. weiterlesen »
Fußball-Länderpiele gegen Argentinien: Da werden sofort Erinnerungen wach an große und wichtige Spiele in naher oder ferner Vergangenheit. Einen besonderen Reiz gewinnt das Spiel natürlich auch wegen der beiden beteiligten Trainer: Der Deutsche Bundestrainer Löw scheint immer noch die gescheiterten Vertragsverhandlungen zu verarbeiten und reagiert derzeit auf Nachfragen ziemlich dünnhäutig (ich habe den Eindruck, egal wie die WM läuft, er ist dann weg – ich würde es jedenfalls nicht bedauern), und Maradona als Trainer von Argentinien ist in jüngster Zeit eher als primitiver und vermutlich Koks-geschädigter Mensch unangenehm aufgefallen, der auch völlig zu Recht eine Zeitlang gesperrt war. Beide brauchen im Grunde einen Erfolg in einem ansonsten völlig belanglosen Testspiel. weiterlesen »
Da hat es mich doch glatt vom PC zum TV gezogen, als das Finale der Eisschnellläuferinnen im Teamsprint begann. Nach einem schon denkwürdigen Halbfinale, als Anni Friesinger abreißen lassen musste, fiel und doch den Fuß noch am Boden rutschend nach vorne brachte und so den Halbfinalsieg sicherte. Und jetzt das Rennen gegen die starken Japanerinnen: Lange Zeitlagen die Deutschen mit fast zwei Sekunden zurück, die Japanerinnen sahen wie die Olympiasieger aus. Die letzte Runde noch eine Sekunde Rückstand, und das deutsche Team fightet – und schafft es inder Tat mit einem Vorsprung von 2 Huntertstelsekunden! Glückwünsch ans Team – das war einer der spannendsten Wettkämpfe überhaupt in Vancouver!
Schon der bisherige Saison-Verlauf hat es gezeigt, dass unsere Biathlon-Herren derzeit weit entfernt sind von einer guten Form und von Podiums-Plätzen – sie sind wohl zur Zeit eher als zweitklassig einzuschätzen. Schade, dass ein solcher Leistungseinbruch gerade in dieser olympischen Saison erfolgt – denn dass sie es besser können, haben die deutschen Herren längst eindrucksvoll bewiesen. War der Trainingsaufbau dieses Jahr völlig misslungen? Kaum, denn dazu waren die Leistungen dieses Jahr zu konstant schlecht. Ausnehmen will ich heute Simon Schempp, der sein erstes Olympia-Rennen bestritt und die mit Abstand beste Leistung aller deutschen Herren ablieferte. Vielleicht hätte man ihn schon viel früher bringen sollen. Hoffen wir, dass es nächstes Jahr wieder besser wird – die “Alten” waren diesmal ebenso außer Form wie die “Jungen” im Team. Andererseits – von Turin her waren wir Zuschauer natürlich überaus verwöhnt, so etwas lässt sich aber nur selten wiederholen.
Wer hier in Deutschland an Griechenland denkt, dem fallen zunächst Begriffe wie Demokratie, Philosophen, Wissenschaftler und Literaten wie Platon, Pythagoras oder Homer ein. Und man denkt an wunderbare Inseln im Mittelmeer, die einen Traumurlaub versprechen. Naja, heute denkt man auch an die aktuelle Situation, in der Griechenland so gut wie pleite ist und aus lauter Verzweiflung ausgerechnet Deutschland heftigst attackiert – natürlich wieder mit Bezug auf die Nazi-Zeit, die weit vor meiner Geburt lag. Unrühmliches Beispiel ist der Vize-Ministerpräsident Theodoros Pangalos – wer solche reaktionären und extrem dumme Menschen in hohen Ämtern hat, muss sich nicht wundern, wenn es dem Staat nicht gut geht. Oder? weiterlesen »
Noch nie hat sie ein Weltcup-Rennen gewonnen, nun ist sie mit einem Mal Olympiasiegerin: Dass Victoria Rebensburg ein Talent ist, hat sie schon bewiesen, als sie Juniorenweltmeisterin in dieser Disziplin wurde. Im ersten Durchgang gestern noch auf Platz 6, hat sie die Verschiebung des zweiten Durchgangs auf heute von allen am besten verkraftet und ist ein famoses Rennen gefahren. Herzlichen Glückwunsch!
Da hätte man bei Wetten bestimmt Millionär werden können: Das ist wirklich wie ein Märchen und nach den bisher gezeigten Leistungen überhaupt nicht vorhersehbar gewesen: Evi Sachenbacher und Claudia Nystad gewinnen Gold vor Schweden und Russland bei den Spielen 2010 in Vancouver. Klasse, wie Claudia Nystad den Schlussspurt anzog und ganz sicher zur Goldmedaille lief. Herzlichen Glückwunsch an die beiden!
Als ganz schlechte Verlierer haben sich die Teamverantwortlichen der österreichischen Skispringer erwiesen (übrigens ganz im Gegensatz zu den Athleten selbst). Im Springen von der Normalschanze waren die österreichischen Mitfavoriten chancenlos gegen Simon Ammann – und plötzlich drohen Alexander Pointner und Toni Innauer mit einem Protest, der so chancenlos war wie alle anderen Springer auch von der Großschanze. Ziel war wohl auch nur, das Schweizer Team in Unruhe zu versetzen. weiterlesen »
Bravo, Magdalena Neuner, und Gratulation: Das war ein grandioser Auftritt der deutschen Biathletin vor wenigen Minuten. Trotz Schießfehlern geriet der Sieg eigentlich nie in Gefahr. Interessant wird nach den heutigen Ergebnissen die Staffel werden: Da haben sich heute nur zwei Französinnen in den vorderen Bereich geschoben, Russland war wieder sehr stark, das deutsche Team auch. Auch Schweden sollte man nicht abschreiben. Das wird ein heißer Wettkampf – und hoffentlich nachher auch bei den Herren, denn dass man sich bei der Verfolgung durch gutes Schießen weit nach vorne arbeiten kann, hat man ja bei einer Schwedin gesehen: von Platz 33 auf 4. Das müsste den deutschen Herren doch Auftrieb geben, oder?
Aljona Savcenko und Robin Szolkovy wollten Gold – der Traum ist geplatzt, sie kommen (immerhin!) mit Bronze nach Hause – und der oft kritisierte Trainer Ingo Steuer glänzte in seinen Kommentaren und Vorwürfen wieder mal durch jegliches Fehlen an Fähigkeiten zur Menschenführung. Was mich bei ihm auch gar nicht recht wundert. Früher habe ich mir Eislaufen mal ganz gerne angeschaut und wäre bei Olympia sicher früh aufgestanden, um mitzufiebern und die Daumen zu drücken. Dieses Dreiergespann interessiert mich überhaupt nicht mehr, und ob die nun Erster, Dritter oder Letzter werden oder wurden, geht spurlos an mir vorbei. Mit einem solchen Trainer tritt alles Sportliche einfach in den Hintergrund – und auch die beiden Eisläufer sind Welten von einem Kilius-Bäumler-Paar entfernt. Und wer bei RP Online zwischen den Zeilen lesen kann, sieht, dass ich da nicht ganz allein diese Meinung habe – Worte wie “eiskalt” sind da durchaus bewusst in den Text eingebaut worden…
Es ist schon interessant, wie derzeit Löw und Bierhoff zurückrudern. Besonders glaubwürdig präsentieren sich dabei weder Teammanager Bierhoff noch Bundestrainer Löw. Waren sie doch zuerst nur als Twins und Doppelpack seelig vereint, spricht Löw aktuell nur noch bis zur Zeit der WM. Ja, was denn nun? weiterlesen »
Heute war die Auslosung zur EM-Qualifikation zur kommenden Fußball-EM-Qualifikation in Polen und der Ukraine, doch die beherrschende Thematik war nicht etwa die Gruppenauslosung, sondern die Frage, ob dann überhaupt noch Löw als Bundestrainer und Bierhoff als Teammanager aktiv sein werden. Und wenn man sich die Interviews mit Löw anschaut und seine Sprachwahl beachtet, dann wäre ich dafür, dass beide sich so schnell wie möglich einen neuen Job suchen sollten – wenn sie denn einen bekommen. weiterlesen »
Das Wunder von Turin – es ist eingetreten, und es ist gar kein Wunder gewesen. Bayern war drückend überlegen und gewann mehr als verdient mit 4:1 bei Juventus Turin. Spielerisch mindestens eine Klasse besser präsentierte sich Bayern und hat so völlig verdient die nächste Runde erreicht. Wolfsburg hingegen scheitert mit 1:3 im entscheidenden Spiel gegen Manchester United und hat in der Form auch nichts in der nächsten Runde zu suchen. weiterlesen »