Die (erste?) Welle der Schweinegrippe scheint zumindest in Deutschland überstanden zu sein, wie der aktuelle Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Inflenza zeigt. Auch wenn, wie auf Seite 6 des Berichts nachzulesen ist, die Zahl der Todesfälle weiter gestiegen ist – bis zum 8. Dezember wurden 94 Tote gemeldet -, scheint die Zahl der Infektionen zurückzugehen. Bisher wurden rund 192.000 Infektionsfälle gemeldet (siehe Seite 5 des Berichts). Und dieser Rückgang tritt ein, obwohl sich viele Menschen immer noch nicht haben impfen lassen. Nun sitzen die Bundesländer auf Millionen unbenötigter Impfdosen und überlegen, diese ins Ausland zu verkaufen. Klar, denn die haben eine Menge Geld gekostet – und den Pharma-Firmen dürfte das völlig egal sein. Sie haben ihr Geld ja schon bekommen.
Ob ein solcher Verkauf aber die richtige Lösung für eine verantwortliche Gesundheitspolitik ist, sei dahingestellt. In Zeiten klammer Kassen ist es natürlich, Überproduktionen zu verkaufen. Allerdings gibt es auch warnende Stimmen, die vor weiteren H1N1-Wellen warnen. Das ist auch durchaus wahrscheinlich, wie frühere Grippewellen gezeigt haben. Dann wäre der Impfstoff aber weg und müsste neu und teuer wieder bei den Pharma-Firmen gekauft werden.