Terror in der Moskauer Metro: Eine Stadt unter Schock

Irgendwie läuft mir der Schweiß über die Stirn, nach den Nachrichten aus Moskau, die ich heute morgen bekommen habe. Auch ich habe einen Schock, denn ich denke an Menschen dort, die mir ganz wichtig sind.  Nichts passiert, Gott sei Dank! Zwei Selbstmordanschläge in der Moskauer Metro, zu einer Zeit, in der Unmengen an Menschen sich in den Zügen oder auf den Bahnsteigen befinden. Ich denke zurück an meinen Moskau-Aufenthalt Ende Januar und an meine vielen Metro-Fahrten, auch zu den Zeiten um 8 Uhr morgens. Wie leicht kann man Opfer eines solch hinterhältigen und verabscheuungswürdigen Verbrechens werden! Und: Waren es wirklich extreme Islamisten, so genannte Schwarze Witwen, dann gehört eine solch abartige Variante des an sich wirklich friedliebenden Islam gnadenlos ausgerottet. Was diese Terroristen und Verbrecher tun, hat mit Religion absolut gar nichts zu tun! Der Terror ist zurück in Moskau – und eigentlich kann gegen solchen unwürdigen Verbrecher niemand etwas unternehmen, auch nicht die russische Regierung mit all den Möglichkeiten ihrer Streitkräfte oder Geheimdienste. Ausbaden müssen solche Abartigkeiten unschuldige Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Platz sind.

Ich stelle mir gerade wieder vor, wie ich an der Metrostation auf dem Bahnsteig stehe, und der nächste Zug fährt ein. Und dann eine Explosion – keine Chance für irgendeine Reaktion. Wohl dem, der hinter einer Säule steht – doch wer tut das schon, wenn der Zug eintrifft…? Noch schlimmer: In den um diese Zeit meist völlig überfüllten Waggons hat man keine Chance, wenn eine dieser stumpfsinnigen Schwarzen Witwen in Mäntel gehüllt, den Sprengstoffgürtel unsichtbar darunter geschnallt, ihre Bombe zündet. Sind das wirklich noch Menschen, die so etwas tun? Nein, da stimme ich mit Präsident Medvedew überein, das sind nur noch wilde Bestien – sie Tiere zu nennen, wäre zu harmlos, auch wenn ihr Intelligenzquotient sicher noch weit darunter liegt, aber Tiere töten eigentlich nicht aus Spaß…

Der Anschlag heute fand mitten im Zentrum von Moskau statt:  an der Metrostation Lubjanka und an der Metrostation Park Kultury, beides Stationen der roten Metrolinie und wichtige Umsteigestationen. Einen Metroplan gibt es übrigens hier.

Der Terror ist also wieder zurück in Moskau, und ich bin heute froh, nicht in Moskau unterwegs gewesen zu sein. Wäre ich heute mit der Metro gefahren? Ich glaube, diese Frage haben sich heute Millionen an Moskauer Bewohnern gestellt. Denn wer weiß schon, ob es sich wirklich nur um zwei nahezu zeitgleiche Attentate gehandelt hat? Wer weiß schon, wie viele dieser Bestien noch immer diurch Moskau herumlaufen und sich auf einen Terroranschlag vorbereiten. Von jetzt an fährt die Angst wieder mit in der Moskauer Metro. Und diese Angst werde ich auch im Sommer noch haben, wenn ich wieder mal in Moskau bin.

Spekulationen über die Täter kann man derzeit in allen möglichen Nachrichten nachlesen, da halte ich mich mehr oder weniger raus. Doch dass es sich um Schwarze Witwen gehandelt hat, das dürfte inzwischen feststehen…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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