Streit um Vertriebenenpräsidentin Steinbach nimmt zu

Wer, frage ich mich schon lange, nimmt eigentlich Frau Steinbach, die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen,  wirklich ernst? Sie , die sich immer als ausgesprochen „kooperativ“ und „immer um Deeskalation“ bemüht wie etwa Anfang der 90er Jahre, als sie gegen die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenzen war… Bringt der Bund der Vertriebenen, der in Form seiner Präsidentin Steinbach scheinbar die Entwicklung der letzten 60 Jahre verschlafen hat oder sie aus reaktionären Gefühlen heraus einfach nur ignorieren will, etwa der CSU in Bayern so viele Wähler, dass der bayerische Landesfürst Seehofer öffentlich der FDP droht und den Koalitionsausschuss über die Weigerung von Westerwelle, Frau Steinbach als Beirätin einer Bundes (!)-stiftung zuzulassen, einberufen will? Gibt es keine wirklichen Probleme, Herr  Seehofer? Quelle mit den vielen Arbeitslosen? Das wäre sicherlich ein besseres Pflaster, sich zu artikulieren und zu engagieren…Es war mir schon immer ein Rätsel, warum und wie gerade die bayerische Politik den Bund der Vertriebenen hofiert. Als Enkel eines aus Ostpreußen Vertriebenen könnte man ja eigentlich davon ausgehen, dass Frau Steinbach auch meine Interessen vertritt. Weit gefehlt, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich habe eher den Eindruck, dass hier eine Gemeinschaft Ewiggestriger vorhanden und unfähig ist, mit der Zeit zu gehen, auch wenn es im  Spiegel (2007) etwas anders dargestellt wurde.

Und ausgerechnet Westerwelle, den ich schon oft kritisiert habe, scheint allen Bestrebungen aus CDU und CSU zum Trotz hart bleiben zu wollen – dazu meine Anerkennung, Herr Westerwelle, ich hoffe, er bleibt auch wirklich hart.

Einen sehr lesenswerten Kommentar von Jörg Lau um den Streit habe ich bei Zeit Online entdeckt, den ich wirklich nur empfehlen kann.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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