Pate, Papst, FIFA-Chef: Selbstgefälliger Schweizer Blatter bleibt FIFA-Präsident

1.6.2011: Auch wenn etwa Welt Online die erneute Wiederwahl von Sepp Blatter als große Chance bezeichnet – für mich hat die FIFA eine große Chance zur Restauration endgültig vertan. Denn wer glaubt denn wirklich, dass mit einem solch überheblichen und längst senilen 75-jährigen, der das Korruptionsmodell in der FIFA perfektioniert hat, auch nur irgendeine Änderung im System passieren wird? Der gute Herr Blatter, der sich eher als weltweiter Fußball-Pate sieht, der die FIFA als Fußball-Vertrterer wichtiger als einzelne Religionen bezeichnet hat und sich damit selbst etwa über den Papst erhoben hat, wird wohl kaum den Ast absägen, auf dem er sich in den vielen letzten Jahren gemütlich eingerichtet hat.

Das Zitat „Fußball ist mehr als eine einzelne Religion“, mit dem sich Blatter Anfang des 21. Jahrhunderts eine gottähnliche Position zugeschustert hat, war unter anderem eine Replik auf eine Aussage des früheren Chefs des Internationalen Kommitees (IOC) Juan Antonio Samaranch, der mal behauptet haben soll, dass Olympia wichtiger sei als die katholische Religion. So etwas konnte ein solch selbstverliebter und selbstherrlicher Mensch wie Blatter natürlich nicht einfach so stehen lassen und musste noch einen draufsetzen. Einen kritischen Bericht schon aus dem Jahr 2004 zu dem Thema habe ich bei Jens Weinreich gefunden, der auch 2010 für Spiegel Online ähnlich berichtet. Sechs Jahre dazwischen, nichts hat sich geändert.

Und mit diesem Herrn Blatter soll sich eine Chance für einen Neuanfang auftun?

Ein Blatter, der etwa bei der Frage nach technischen Hilfsmitteln ständig hin und her rudert – und sie eigentlich gar nicht will. Dennn die würden ja für den Hauch von Objektivität und oder gar Fair Play sorgen – etwas, was in den Strukturen der FIFA seit vielen Jahren verloren gegangen ist. Für mich ist ein Neuanfang unter Blatter so wahrscheinlich wieder Gewinn eines Lotto-Jackpots – ohne Kauf eines Loses…

Die FIFA wird den Geruch, nein, den durchdringenden Gestank von Korruption, Bestechung und Willkür unter Sepp Blatter mit Sicherheit nicht los.

Zumindest die Vergabe einer WM nach Katar ist und bleibt eine Farce, die aber kaum unter Blatter korrigiert werden dürfte. Mal sehen, wann Monaco oder Andorra oder gar Bremen Ausrichter der Fußball-WM werden – kommt wohl drauf an, wer wieviel bezahlt… Die FIFA jedenfalls kann ich und sollte ich auch nicht mehr Ernst nehmen, solange Blatter dort weiterhin manipuliert wie ein Gottvater…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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