Ölfirmen als Zerstörer der Umwelt: Nach BP und dem Golf von Mexiko nun Shell in der Nordsee

19.8.2011: Es ist unglaublich, wie leichtsinning große Ölfirmen Profite statt Sicherheit in den Vordergrund stellen – ausbaden im wahrsten Sinne des Wortes müssen es Menschen, Tiere, die Umwelt. Nach der Katastrophe im Golf von Mexiko (so der Spiegel im Mai 2005) wird eine neue Katastrophe in der Nordsee zum einen vom Verursacher Shell in unglaublicher Weise bisher heruntergespielt – auch die Medien berichten darüber erschreckenderweise nur ganz am Rande, etwa wie heute das Handelsblatt. Das sich da wieder einmal eine schlimme Umweltkatastrophe ereignet hat, wird zwar erwähnt – aber so richtig schlimm ist das ja scheinbar nicht… Ich erinnere auch an die Lecks und Ölpest vor Hurghada im Juni 2010, nachzulesen etwa bei der Welt – wen hat das wirklich interessiert?

Jeder Tropfen Öl hat Folgen, wenn er in die Umwelt gerät – und mich erschüttert die Verantwortungslosigkeit der Ölfirmen, denen mögliche Schäden nachweislich weniger wichtig sind als ihre Profite.

Warum gibt es keine offizielle Stelle weltweit, die jetzt mal „Stop!“ signalisiert und eine weltweite Untersuchung aller Ölplattformen im Meer einleitet? Weil das scheinbar offiziell niemanden interessiert (was pikante Fragen bezüglich Abhängigkeiten aufwirft), ist das für mich ein weiteres Beispiel dafür, dass Organisationen wie die UNO (ich habe das mal schon in einem anderen Beitrag in Frage gestellt, wenn auch in anderem Zusammenhang) längst überflüssig sind (wobei ich hier den Begriff „flüssig“ angesichts der Umweltzerstörung durch Öl nicht wirklich gerne nutze.

Erinnert sich noch jemand an Begriffe wie Exxon Valdez und die Ölpest vor Alaska? Heute sind es keine Schiffe mehr, sondern Ölplattformen (obgleich vergleichbare Ereignisse sicher nur noch eine Frage der Zeit sind)…

Shell – BP – wer auch immer: Solche Firmen sind heute längst die größten Umweltverbrecher. Und insbesondere Shell hat sich ja in Deutschland sehr um Popularität bemüht und dabei den Witz des Jahrtausends abgeliefert – wie ich auch im entsprechenden Beitrag berichtet habe. Solch ein Unternehmen disqualifiziert sich nicht nur durch solche Aktionen, sondern insbesondere durch das aktuelle inkompetente Krisenmanagement.

Man muss ja nicht wirklich bei BP oder Shell tanken, oder? Leider sind das nur winzige Nadelstiche, über die die „kompetenten“ Verantwortlichen vermutlich  nur lachen… Leider… Helfen würden wohl nur Strafen in Milliardenhöhe – doch wer traut sich? Globalisierung ist zwar in aller Munde, die Umsetzung für globalisierte Kontrolle ist und bleibt wohl nur ein Wunschtraum…

Es wird höchste Zeit, eine Alternative für Öl zu finden – der Umwelt zuliebe, und um Kriege wie den Irak-Krieg zu vermeiden, der sicherlich mehr aus ökonomischen denn aus anderen Gründen geführt wurde…

Schöne neue

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

  • Website: http://www.digiversum.de


Ein Kommentar

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  1. 1
    holzhausen

    Mich wundert auch das es scheinbar keine Proteste gibt. Nicht einmal bei Facebook gibt es Boykott – Aufrufe oder ähnliches.Würde auch gerne mein Entsetzen irgendwo und wie, kund tuen. 



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