Mehr Bürokratie: Visum-Antrag für Russland ist ab 1.11.2010 für Deutsche schwieriger

Wie du mir, so ich dir – etwas feinsinniger formuliert es die russische Botschaft in Berlin auf ihrer Webseite als „Prinzip der Gegenseitigkeit“. Ab sofort gibt es erschwerte Bedingungen für die Visa-Erteilung. Denn eine „Rückkehrwilligkeit“ muss nachgewiesen werden. Das muss so geschehen:

Zusätzlich zu den bisherigen Unterlagen für den Visum-Antrag ist nun vorzulegen:

a) Touristen- oder Privat-Visa:

  • Vorlage aktueller Bankbelege oder
  • Nachweis regelmäßigen Einkommens in Form von Arbeits- oder Verdienstbescheinigungen (jeweils Originale) oder
  • bei Selbständigkeit: Registrierung der eigenen Firma (Original und Kopie) oder
  • Nachweis von Wohneigentum

Wer mit einer Visum-Agentur zusammenarbeitet, sollte dort oder direkt bei der Botschaft nachfragen, welche weiteren Möglichkeiten zum Nachweis der Rückkehrwilligkeit dienen können – die gibt es laut Text auf der Webseite, werden aber nicht genannt.

b) Geschäftsvisum:

  • Bei Selbständigkeit: Registrierung der eigenen Firma (Original und Kopie) oder
  • bei Angestellten und Arbeitern eine Bestätigung des Arbeitgebers über Position, monatliches Gehalt sowie Bestätigung der Entsendung af Dienstreise nach Russland. Zwingend vorgeschrieben: firmeneigenes Briefpapier

In der Tat müssen russische Bürger ähnliche Nachweise bei der deutschen Botschaft vorlegen. Andererseits dachte man immer, die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland würden immer besser, man spreche sogar über Visa-Vereinfachungen – und nun das!

Möglicherweise werden Befürchtungen des Deutschen Reiseverbandes wahr, dass es künftig weniger deutsche Touristen und Geschäftsreisende nach Russland ziehen wird.

Mal sehen, ob das wirklich stimmt, denn ein Formular mehr als bisher dem Visum-Antrag beizulegen, ist nicht gerade übermäßiger Mehraufwand. Und ich werde ja noch im November ein Visum für meinen nächsten Moskau-Besuch beantragen.

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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