Klare Abfuhr für Vizekanzler Westerwelle durch Kanzlerin Merkel

Politischer Aschermittwoch, und irgendwie war doch klar, dass das beste Beispiel spätrömischer Dekadenz, Guido Westerwelle, ein beliebtes Ziel für Attacken aus allen politischen Gruppierungen wird. Sogar von der CDU und von höchster Stelle: Denn selbst Kanzlerin Merkel hat sich von FDP-Chef Westerwelle eindeutig distanziert, wie bei Focus Online nachzulesen ist. Will man die Aussagen dort auf die Spitze treiben, wirft Merkel der FDP zum einen Klientel-Politik vor, was ja durch die jüngsten Ereignisse wie Spenden durch Hotelketten und Verringerung der Mehrwertsteuer in Hotels durchaus naheliegt. Zum anderen wirft sie Westerwelle indirekt ein wenig Größenwahn vor, denn sie macht klar, das es durchaus Unterschiede zwischen einer kleinen Partei wie der FDP und einer Volkspartei gibt (naja, gemessen an den tatsächlichen Wahlergebnissen unter Einbeziehung der Nichtwähler stellen auch CDU oder SPD längst keine Volkspartei mehr dar).

Wenn ein Außenminister sich so vehement und mit unpassender Wortwahl in die Innenpolitik einmischt, dann kann man das eigentlich nur unter dem Aspekt der in Umfragen mehr und mehr schwächelnden FDP vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen bewerten. Doch ob Westerwelle damit seiner Partei einen Gefallen getan hat, wird sich noch herausstellen – selbst viele FDP-Wähler sind aufgrund der wirtschaftlichen Lage verunsichert und potentielle Hartz IV-Empfänger – und die hat Westerwelle ja generell in eine ziemlich schlimme Ecke geschoben. Kein Wunder, wenn es sogar schon eine Anzeige gegen Westerwelle durch einen Hartz IV-Empfänger gegen Westerwelle gibt.

Der völlig sture Außenminister, der Millionen Menschen hinter sich wähnt, die ihn unterstützen, sollte aufpassen, dass aus einer kleinen Wester-Welle, die den Wahlwillen der möglichen FDP-Wähler immerm mehr wegspült, kein ausgewachsener Tsunami wird, der die FDP komplett aus der Verantwortung spült.

Ich würde mir einen solchen Tsunami allerdings wünschen – im Sinne aller aufrechten Hartz IV-Empfänger, die ihr Bestes tun, um aus ihrer Situation herauszukommen. Denn die können sich zum Beispiel sicher kein Hotel leisten und müssen auf die Wohltaten der FDP leider verzichten… Und Westerwelle möchte man raten: Erst denken, dann reden – das scheint aber gerade bei ihm recht schwierig umsetzbar zu sein – dieVoraussetzungen müssten schon stimmen.

Ach, waren das noch schöne Zeiten, als man FDP mit „Fast Drei Prozent“ übersetzen konnte…;-)

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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