Ich schicke keine Briefe mehr mit der Deutschen Post nach Moskau

Es war ein Versuch, der sich bislang nicht rentiert hat – ganz im Gegenteil. Am 3. Mai habe ich ein Auslandseinschreiben bei der Deutschen Post in München nach Moskau aufgegeben. Nach rund 10 Tagen kam immerhin schon über den Briefstatus, den man online abrufen kann, der Hinweis, dass nach immerhin schon vier Tagen der Brief von München aus Frankfurt erreicht hat. Vermutlich hat ihn ein Wanderer mitgenommen… Seitdem ist der Brief verschollen, der Briefstatus, gerade kontrolliert,  sagt auch nichts Neues.  25 Tage sind seit der Einlieferung vergangen. Nun ist Moskau ja nicht gerade am Ende der Welt, mit dem Flieger bin ich in gut drei Stunden da. An mangelnden Deutschkenntnissen der russischen Post beim Entziffern der Adresse kann es auch nicht liegen – die Adresse ist auch in Russisch mit angegeben.

Jetzt mal ganz im Ernst: Allein die Tatsache, dass der Brief wohl schon vier Tage von München nach Frankfurt unterwegs war, spricht schon nicht gerade für die Deutsche Post. Da muss er doch irgendwo liegen geblieben sein. Wer weiß, wann er dann in Frankfurt weiter bearbeitet wurde. Doch da ist die deutsche Post nicht allein, ich habe schon mal etwas per Post nach Moskau verschickt, und das lag in irgendeinem Postamt in Moskau herum und tauchte erst wieder auf, als gezielt dort nachgefragt wurde. Da haben wir also eine konzertierte Aktion der deutsch-russischen Schneckenpost.

Und warum dieser ganze Zeitaufwand: Weil ich es eh einmal ausprobieren wollte und weil ich den horrenden Preis bei UPS von rund 60-70 Euro für einen schlichten Brief einfach sparen wollte. Jetzt wird das ganze noch viel teurer, denn ich muss den Inhalt des Briefes noch einmal besorgen und dann noch einmal per UPS zusenden, denn nun wird es langsam Zeit, dass der Inhalt endlich beim Empfänger eintrifft.Nur: Mit der Post werde ich mit Sicherheit niemals wieder etwas nach Moskau schicken.

Gut, ich habe etwas zeitlichen Spielraum gehabt, um den Versuch mit einem Auslandseinschreiben zu starten, aber letztendlich kann ich davon aufgrund der bisherigen Erfahrung nur abraten. Vielleicht wähle ich doch noch mal einen anderen Weg – ich wohne ja nahe Münchener Flughafen – und gabe den Brief jemanden mit, der nach Moskau fliegt. Wenn man das richtig organisiert, kann der Empfänger dort am Flughafen den Brief  in Empfang nehmen. Mal sehen…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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5 Kommentare

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  1. 1
    Elmar

    Kleine Anmerkung: Der Briefstatus ist immer noch unverändert, jetzt habe ich mal das Formular für den Nachforschungsantrag International ausgefüllt und abgeschickt. Mal sehen, ob ich vor Juli eine Antwort bekomme….

  2. 2
    Elmar

    8. Juni 2010: Hurra, der Brief ist gerade eingetroffen beim Empfänger. Am 3. Mai verschickt – da war wohl von Frankfurt nach Moskau ein Radfahrer unterwegs….

  3. 3

    Das Problem mit dem teilweise recht langsamen Briefversand ins Ausland kann ich nur bestätigen. Nur ein Beispiel: die durchschnittliche Versanddauer eines Briefes nach Frankreich wird mit 2-3 Tagen angegeben, während der tatsächliche Versand meiner Erfahrung nach (in den Großraum Paris!) eher 5 Tage dauert.

  4. 4
    Gast

    13. April 2013:
    Ein paar Tage hin oder her sind m.E. zu vertreten, wenn es denn ankommt.
    Im Moment ist aber davon abzuraten, Sendungen per Post nach Russland zu verschicken.
    Nicht wegen der Deutschen Post, jedoch diese Sendungen werden der Russischen Post übergeben, und da
    lagern angeblich z. Zt. 500 Tonnen, die nicht abgearbeitet werden. Kein Tracking möglich.
    Alternativ kann man wohl im Moment nur per Kurierdienst Sendungen dorthin aufgeben. Teuer aber weitgehend sicher.
    z.B. beim Versand von Visaunterlagen, die rechtzeitig ankommen müssen.-
     
    PS: Laufzeit laut Post angeblich 2-3 Monate !!

    1. 4.1

      Stimmt… Hier auch ein Bericht bei n-tv



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