Heilsbringer und Friedensnobelpreiträger zählt nicht mehr: Präsident Obama muss deutliche Niederlage seiner Demokraten einstecken

Es war vorhergesagt und daher wenig überraschend: Die Euphorie um den großen Heilsbringer Obama scheint nach den aktuellen Halbzeitwahlen wohl vorbei zu sein. Verluste im Senat, auch wenn dort die Demokraten wohl die Mehrheit behalten, drastische Niederlage im Repräsentantenhaus, in dem nun die Republikaner die Mehrheit haben: Das Regieren durch Präsident Obama wird immer schwerer.

Kein Wunder, dass bei vielen Amerikanern die Enttäuschung überwiegt – und so die erzkonservative „Tea Party“-Bewegung viel Zulauf erhielt. Eine Ohrfeige für die  Demokraten ist diese aktuelle Wahl auf jeden Falll. Denn so einiges, was der Kandidat Obama versprochen hat, konnte der Präsident Obama bisher nicht oder zu spät einhalten.

  • Wirtschaftslage:
    Rund 10 Prozent Arbeitslosenquote trotz eines Konjunkturprogramms mit Kosten von rund 500 Milliarden Euro: Die Wirtschaftskrise hält die USA trotz Obama voll im Griff.
  • Steuererleichterungen:
    Versprochen, aber bisher nicht konsequent umgesetzt.
  • Gesundheitsreform:
    Vielen Amerikanern ist der Sinn und Nutzen nicht klar – hier gibt es deutliche Kommunikationsprobleme und wenig effektive PR.
  • Kriege:
    Alle Kampftruppen sollten, so Kandidat Obama, binnen 16 Monaten aus dem Irak zurückgezogen werden. heute sind immer noch rund 50.000 Soldaten dort.
    In Afghanistan führen die USA einen Feldzug, der trotz Vergrößerung der Truppenstärke immer mehr Verluste und wenige Erfolge liefert. Das wird wohl, so ist meine persönliche Meinung, ein Einsatz, den die USA ebensowenig beenden kann wie in Vietnam oder wie Russland in Afghanistan.
  • Guantanamo:
    Sollte längst geschlossen sein, ist aber immer noch aktuell und eine Schande.
  • Klima-Politik:
    Als Anführer im Kampf  für den Klimawandel hat sich Kandidat Obama hingestellt, die aktuelle Situation sieht leider völlig anders aus.

Das sind nur einige wenige, aber wichtige Details, die sicher bei den aktuellen Wahlen eine Rolle gespielt haben. Nun muss Präsident Obama in den kommenden zwei Jahren versuchen, einen Teil oder alle Republikaner auf seine Seite zu ziehen. Das, so glaube ich, wird ihm nicht gelingen – und eine zweite Wiederwahl halte ich angesichts der aktuellen Lage für ausgeschlossen. Es sei denn: Gegenkandidatin wird Sarah Palin – dann sollte es Obama doch noch einmal schaffen…:lol:

Übrigens; Ein paar allgemeine Infos zum Wahlmodus für den Kongress hat die US-Botschaft auf ihrer Webseite zusammengestellt…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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