Glühbirnen-Verbot Teil 2: Ab 1. September dürfen 75-Watt-Glühbirnen nicht mehr verkauft werden

Vor nicht ganz einem Jahr war es soweit: Ab 1. September 2009 mussten 100-Watt-Glühbirnen (oder größer) laut EU-Verbot durch Energiesparlampen ersetzt werden. Falls das vergessen ist: Am 1. September 2010 folgt der nächste Schritt, dann verschwinden auch Glühbirnen mit 75 Watt vom Markt. Wer sich damit noch eindecken will, sollte also noch im August zuschlagen – denn noch immer stehen Energiesparlampen ein wenig in der Kritik: Verbraucher wissen beim Kauf oft nicht, welche Lampen der alten Wattzahl entsprechen, ob das Licht gelb oder weiß ist, ob sie sofort hell werden oder erst nach ein paar Sekunden – und wie lange sie überhaupt halten (siehe Link 1). Deshalb müssen die Hersteller entsprechende Angaben auch ab 1. September liefern. Ein weiteres Problem: Energiesparlampen enthalten Quecksilber und dürfen nicht in den Hausmüll geworfen werden. Doch es gibt längst nicht überall Möglichkeiten für eine sachgerechte Entsorgung – lediglich 2200 Sammelstellen gibt es derzeit erst bundesweit, und das heißt: Die Chance, dass es keine auf dem ortseigenen Wertstoffhof gibt, ist recht groß. Doch wie dann die neuen Lampen loswerden?Wenn ich an meine ersten Erfahrungen mit Energiesparlampen denke, die schon ein paar Jahre zurückliegen: Sie waren hässlich, nach dem Einschalten musste man etliche Sekunden warten, bis es hell wurde, und das Licht war irgendwie anders und ungemütlicher. Das hat sich zum Glück inzwischen geändert. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Kauf einer passenden Energiesparlampe nicht ganz einfach ist, denn welche Wattangabe der Energiesparlampe entspricht meinem Bedarf von 25, 40, 60 oder 75 Watt? Darum ist bei mir noch ein ziemlich gemischter Einsatz von Glühbirnen im Einsatz, und manche Energiesparbirne habe ich sogar wieder durch die alte Glühbirne ersetzt, weil ich mit dem Licht der neuen Birne – etwa zum Lesen – überhaupt nicht zufrieden war.

Angesichts der Tatsache, dass es mit dem EU-Verbot ja weitergeht – September 2011 folgt das Verbot der 60-Watt-Glühbirnen, 2012 folgen dann die 40 Watt-Birnen -, werde ich mich in der Tat noch ein wenig auf Vorrat eindecken. Zumal man zum einen anfangs viel Kritik zu Energiesparlampen lesen konnte wie bei Ökotest Online (siehe Link 2), zum anderen  verunsichert war über die Haltbarkeit von Energiesparlampen, die ja um ein Vielfaches teurer sind als die verbotenen Glühbirnen. Und da hat StIftung Warentest noch im April 2010 ein ziemlich vernichtendes Urteil über die Haltbarkeit von Energiesparlampen gefällt (siehe Link 3). Wer danach beim Preis spart und etwa „billig“ im Baumarkt oder Discounter preiswerte Angebote kauft, zahlt dann oft drauf.

Wie auch immer, das Verbot der EU, das bis zum Jahr 2016 den Ersatz der alten Glühbirnen vorsieht, wird niemand mehr rückgängig machen. Bis dahin sollten wir Verbraucher also lernen, was  Lumen und Kelvin (siehe Link 4) so alles aussagen…

Link 1: Süddeutsche.de zum Glühbirnen-Verbot

Link 2: Ökotest Online: Test Energiesparlampen 2009

Link 3: Stiftung Warentest testet Energiesparlampen April 2010

Link 4: Lumen und Kelvin

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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