Gefahr durch Kassenbons: Sind Handschuhe nun beim Einkaufen Pflicht?

16.8.2011: Es kling dramatisch, wie heute die Ergebnisse einer Greenpeace-Studie betitelt wurde: „Warum Kassenbons so gefährlich sind“ bei der Berliner Morgenpost, „Fast überall Gift in Kassenbons“ titelt die Abendzeitung München, „Gefährliche Chemikalien auf vielen Kassenzettel“ meldet Deutschland today, um hier nur einige von vielen Beispielen zu nennen. Man merkt, wir haben ein Sommerloch, das mühsam gefüllt werden muss mit Themen wie diesem, mit der überauis interessanten Kuh Yvonne und vielen anderen heißen Themen. Als gebe es nicht wirklich wichtigere Meldungen: Was geschieht in Libyen, was in Syrien, wie sieht es in Japan und insbesondere in Fukushima aus, wie ist die Situation in Somalia? Denn wie meldet es Focus Online kurz und sachlich: Auch wenn Giftstoffe vorhanden sind, „Beim Berühren der Bons werden aber nur sehr viel geringere Mengen frei“, als aktuelle Grenzwerte vorschreiben. Puh, also doch keine Handschuhe bei 30 Grad…!

Nicht, dass man mich falsch verstehen mag – ich bin wie Greenpeace absolut gegen Giftstoffe aller Art, mit denen ich in Berührung kommen kann. Aber der zitierte Bericht des Greenpeace Magazins ist reine Panik-Mache und völlig fehl am Platz. Ich zitiere daraus: „Neuesten Studien zufolge können schon kleinste Dosen Schaden anrichten.“

Und mit Schaden ist laut der Meldung „Fortpflanzung und Gehirnentwicklung“ gemeint.Verursacher soll danach Bisphenol A (BPA) und Bisphenol S (BPS) sein.

Man mag dem Greenpeace Magazin nur wünschen, wirklich Fakten auf den Tisch zu legen – alle Fakten, und nicht nur meinungsträchtige Fakten…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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