Erste „freiwilige“ Rücktritte nach russischen Parlamentswahlen: Gouverneur von Wologda gibt nach Kreml-Besuch Amt auf

12.12.2011: Schlecht, wenn man die Vorgaben des Kremls für Wahlergebnisse nicht erreicht, das kann schnell den Job kosten. So zumindest erging es dem Gouverneur von Wologda. Dort erreichte Putins Partei „Einiges Russland“ lediglich 33,4 Prozent der Stimmen. Zu wenig, meinte der Kreml, bestellte den Gouverneur ein – und der gab danch seinen Rücktritt bekannt. So berichten heute  jedenfalls Russland aktuell und auch Newsru.com.

Derweil macht sich Putins Pressesprecher Dmitri Peskow lächerlich: Er gibt zwar ein paar kleine Wahlfälschungen zu, die würden jedoch allenfalls einen halben Prozentpunkt vom Ergebnis ausmachen… So meldet heute abend Russland aktuell.

Immerhin: Die letzten Massenproteste zeigen wohl auch im Kreml so langsam Wirkung.

Mal sehen, ob sich Putin zum eigentlich von mir erwarteten Bauernopfer durchringt und Medwedew ebenfalls noch in die Wüste schickt, in der Hoffnung, das würde ihm die längst verloren gegangene Reputation zurückgewinnen.

Putin hat jedenfalls noch einen großen Vorteil: Weite Teile des riesigen russischen Reiches sind nach wie vor eine Internet-Wüste – andernfalls gäbe es sicherlich vier heftigere Proteste als derzeit…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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