DFB-Chef Zwanziger immer stärker in der Kritik

9.6.2011: Die bedingungslose Unterstützung des DFB für den FIFA-Boss Blatter sorgt immer mehr für öffentliche Kritik. So hat sich nicht nur Uli Hoeness jüngst heftig zu Wort gemeldet und den DFB-Chef Zwanziger wegen seiner Akzeptanz des korrupten FIFA-Sumpfes angegriffen. Kein Wunder, hat doch Zwanziger mit einem Interview in der Sportbild ein halbes Eigentor geschossen mit der Aussage, man müsse still sein, sonst verliere man an Einfluss. Naja, welchen Einfluss, lieber Herr Zwanziger? Wer stets nur Ja und Amen zu allen Vorfällen in der FIFA sagt wie Zwanziger, hat genau so viel Einfluss wie der Verband aus Vanuato

Natürlich hat Zwanziger die Kritik durch Hoeness ziemlich polemisch zurückgewiesen – entkräften kann er sie bei weitem nicht, sondern er beweist durch seine Aussagen, dass das System FIFA nicht nur auf den Weltverband beschränkt ist, sondern sich auch in den Spitzen des DFB wiederfindet. Nun, wir wissen schon lange, dass Zwanziger bekannt dafür ist, auszuteilen, aber nicht einstecken zu können und zutiefst gekränkt zu reagieren bei Kritik – oder gar bei empfundener Missachtung seiner ach so wichtigen Person, wie ich früher schon mal berichtet habe. Sein äußerst unwürdiger Streit mit dem Journalisten Jens Weinreich ist ein weiteres Beispiel dafür, für wie wichtig sich Zwanziger hält.

Da mag es derzeit dem guten Herrn Zwanziger so gar nicht in den Kram passen, dass auch andere, durchaus nicht unbekannter Kritiker den DFB ebenfalls heftig angreifen. So ganz aktuell etwa Guido Tognoni, lange Jahre  Presse- und Marketing-Leiter der FIFA, der keinerlei Reformabsichten für die FIFA bei einem der mitgliederstärksten Verbände, dem DFB,  entdecken kann. Für Tognoni ist der FIFA-Sumpf wohl auch auf die Generation der alten sturen Männer an der FIFA-Spitze zurückzuführen – nicht umsonst lobt er Vertreter einer jüngeren Generation. Und mal ganz davon abgesehen: Zwanziger passt wohl nicht nur vom Alter her schon bestens in die greisenhafte Riege der korrumpierbaren und korrumpierten Exekutiv-Garde der FIFA.

Was hat Hoeness gesagt: „Der ganze Saustall gehört ausgemistet“. Da hat er meine volle Unterstützung…Uli Hoeness hat jedenfals meinen vollen Respekt aufgrund seiner Tätigkeiten erworben (auch wenn ich kein Bayern-Fan bin)…

Denn wie heißt es so schön im Sprichwort: „Der Fisch stinkt vom Kopf her“ – so hat schon im Dezember der SWR die Korruption bei der FIFA kommentiert. Mit Zwanziger als neuem Mitglied im Exekutivkomitee der FIFA wird der üble Geruch kaum weniger werden, fürchte ich…

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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