Deutsche Fußballnationalmannschaft qualifiziert für die EM 2016 – der Spaß beim Zuschauen ist längst wieder weg

11.10.2015: Nein, auch wenn das Ergebnis stimmt – Sieg gegen Georgien und EM-Qualifikation: Mir macht das Zuschauen bei dieser Mannschaft immer weniger Spaß. Das liegt an der Art und Weise, wie sie spielt – von Bundestrainer Löw vorgegeben, das ist sein System – und das ist so langweilig wie nur irgendwas. Nein, solche Spiele wie in der letzten Zeit will ich einfach nicht mehr sehen. Das Klein-Klein am Strafraum, immer noch ein Pass, und noch ein Pass – das hat vielleicht mal eine Zeitlang beim FC Barcelona funktioniert, wurde dort aber auch schnell langweilig und irgendwann auch erfolgloser. Das sture Festhalten an einem System, das aktuell und für jedermann sichtbar einfach nicht funktioniert (zumindest nicht mit den aktuellen Spielern), ist einfach nicht sinnvoll.Dieses System macht es selbst Mannschaften, die in der Rangliste weit hinter Deutschland stehen, wesentlich einfacher, dagegen halten. Das haben die Spiele gegen Irland und Georgien eindrucksvoll bestätigt. Denn der Weg des Kurzpassspiels durch die Mitte ist ausgesprochen vorhersehbar. Nur um ein Beispiel zu nehmen: Wird ein Ginter auf Rechtsaußen angespielt, kommt immer ein Pass zurück nach innen. Da brauche ich als Verteidiger nur anzudeuten, mich entgegenzustellen, um diesen Passs zu provozieren. Gegen Georgien gab es heute nur solche Pässe von Ginter – ohne jede Ausnahme. Die linke Seite mit Hector ist genauso passend besetzt (im wahrsten Sinne des Wortes). Langweilig. Erfolglos. Überflüssig.

Nein, solange Löw stur an seinem System festhält, mag ich die deutsche Mannschaft nicht wirklich mehr anschauen. Schon heute war ich mehr mit meinem Tablet beschäftigt als mit Blick auf den Fernseher… Fast hätte ich den Georgiern einen Siegtrefferu nd den Iren ein Unentschieden gewünscht, um noch zwei Spiele in der Qualifikation zu erhalten…

 

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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