Datenkrake USA: Ab 1. November 2010 müssen US-Reisende noch mehr Daten weitergeben

Die Datensammelwut der USA nimmt einfach kein Ende und hat zum 1. November 2010 einen neuen Meilenstein: Wer ab dem 1. November mit Fluglinien in die USA fliegen, aus den USA zurückfliegen oder inneramerikanische Flüge nutzen will, ist dann laut „Secure Flight Program“ (siehe Link 1) verpflichtet, spätestens bis zu 72 Stunden vor Abflug weitere Daten anzuben. Dazu gehören Name und Vorname in exakter Schreibweise wie im Reisepass, der bei Einreise in die USA vorgelegt wird, sowie Geburtsdatum und Geschlecht (siehe auch Hinwies weiter unten für zusätzliche Angaben). Diese Daten werden an die amerikanische Transportsicherheitsbehörde (TSA) vorab übermittelt, so dass die Informationen mit den Flugverbotslisten dieser Behörde verglichen werden können. Was hat das zur Folge?

Wer die Daten nicht abliefert, selbst wenn er den Flug in die USA etwa schon vor Monaten gebucht hat, dem kann es passieren, dass er keine Bordkarte bekommt und am Flughafen zurückbleibt. Geld zurück? Bleibt offen. Allerdings soll es laut der aufgeführten US-Seite möglich sein, die Daten auch noch bis zum Abflug zu übermitteln und zu prüfen, so dass dann doch die Bordkarte ausgestellt wird. Ob das in der Praxis auch so umsetzbar ist oder umgesetzt wird, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Hinweis: Falls schon mal ein Flug in die USA abgelehnt wurde und Sie dagegen Einspruch erhoben haben, dann haben Sie eine so genannte „Redress Number“ erhalten. Auch diese Nummer müssen Sie dann vor dem erneuten Reiseversuch angeben!

Die Lufthansa etwa ermöglicht auf ihrer Webseite (siehe Link 2) das Ergänzen der geforderten Angaben (unter „Meine Buchungen“ und „Einzelne Buchung bearbeiten“). Bei Condor beispielweise findet man ebenfalls zusätzliche Hinweise für USA-Reisende (siehe Link 3).

Wichtig: Wer also ab dem 1. November USA-Reisen geplant hat, sollte sich mit seiner Airline oder dem Reisebüro rechtzeitig in Verbindung setzen, um mögliche Probleme zu vermeiden.

Und noch ein Hinweis: Bekanntlich müssen ja schon vor der Einreise in die USA online Informationen ausgefüllt werden (ESTA). Das kostet seit September 2010 14 Dollar – sofern man das auf den Originalseiten (siehe Link 4) erledigt. Wer nach ESTA sucht, findet im Web aber auch Anbieter, bei denen das weitaus teurer wird.  Also Vorsicht!

Wie auch immer – diese Datensammelwut der Amerikaner geht mir inzwischen dermaßen auf den Keks, dass ich Besuche in den USA für mich generell gestrichen habe. Da fliege ich doch lieber nach Moskau – da benötige ich zwar ein Visum, doch das ist wesentlich einfacher…

Link 1: Secure Flight Program

Link 2: Lufthansa-Website

Link 3: Condor mit USA-Einreise-Hinweisen

Link 4: ESTA original

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von:

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