Erst “Rent a Rüttgers”, jetzt “Rent a Tillich”: So langsam riecht das, was die CDU da als Sponsoring verkauft, nach einem länderübergreifenden System. So jedenfalls sieht es auch nach einem aktuellen Bericht von Spiegel Online die Opposition. Wenn man länger darüber nachdenkt, dann rückt das für mich auch langsam in die Nähe eines drastischen Verstoßes gegen das Parteiengesetz und gewinnt auch langsam den üblen Geruch von Korruption. Warum?
Nehmen wir doch mal das aktuelle Beispiel des Ministerpräsidenten Tillich aus Sachsen. Auf der Webseite zur “Denkfabrik Sachsen” werden die so genannten Partner, also Firmen, die hier den Eintrag gekauft haben, aufgelistet. Und je mehr Geld ein Partner zahlt, desto mehr wächst die Möglichkeit, sich auch mit Ministerpäsident Tillich persönlich zu treffen und Gespräche zu führen.
Auf gut Deutsch: Wer genug zahlen kann, kann eventuell auch mehr politischen Einfluss nehmen.Und was macht der Normalbürger? Der vielleicht sogar Hartz IV-Empfänger ist?
Da fällt es doch wirklich nicht schwer, an Korruption und an Bananenrepublik zu denken, oder?
Nein, natürlich ist das keine Korruption, schließlich ist die CDU ja zutiefst auf der christlichen Basis verankert, die keinerlei Verfehlungen zulässt. Warum fallen mir da nun im Zusammenhang mit Kirche aber spontan Promillefahrten oder – extrem schlimmer – Kindesmissbrauch gerade ein?