21. Jahrhundert – die Rückkehr in dunkle Zeiten des Mittelalters

7.11.2013: Ich kann es langsam nicht mehr verstehen,warum es nicht längst einen globalen Aufstand gegen die sogenannten Patrioten gibt, die Überwachung, Folter und generelle Verletzung von Menschenrechten rechtfertigen unter der angeblichen Begründung von Terrorgefahren. Was da inzwischen an Aussagen von Verantwortlichen etwa von Geheimdiensten zu hören ist, erinnert mehr an mehr an alte, längst vergessen geglaubte Zeiten der Inquisition – Methoden und Ziele sind mit der heutigen Zeit mehr als vergleichbar. Ich habe lange geschwiegen, aber langsam habe ich echt die Nase voll!

Folter etwa war ein typisches Vorgehen der Inquisition – und Folter ist auch heute etwa in Guantanamo längst nachgewiesen.

Da wird – man mag es kaum glauben – jemand, der einfach mal nur darlegt, was sich Geheimdienste heutzutage erlauben – von britischen Geheimdienstangehörigen gleich mal in die al-Qaid-Ecke geschoben, wie etwa heute bei Spiegel Online nachzulesen ist. Snowden, die moderne Hexe…  Es ist unfassbar. Und noch schlimmer: Der britische Premier Cameron entpuppt sich als Machthaber Hitler’scher Manier und will die Pressefreiheit möglischst abschaffen – wegen „Gefährdung der nationalen Sciherheit“. Cameron sollte lieber in die USA auswandern – da hat er genügend Leute, die auf seiner minderbemittelten Ebene mitschwimmen…

Die USA – der große Retter demokratischer Werte? Wer das glaubt – wie etwa die deutsche Bundesregierung – ist auch nicht viel besser. Es gibt viele Belege dafür, dass gerade die USA das Thema Menschenrechte genauso missachten wie die, gegen die sie so vehement angehen. Da werden Kriege wie gegen den Irak begonnen, ohne dass es nachvollziehbare Gründe gibt, da werden – ich sage nur: Patriot Act – Grundrechte ausgehebelt, Menschen weggesperrt, gefoltert (wie in Guantanamo, siehe aktueller Bericht etwa bei Focus Online) – Waterboarding nur mal als Stichwort…

Und weiter USA: Wie sieht es volkerrechtlich damit aus, dass etwa unter der Ägide des vorbildlichen Friedensnobelpreisträgers unbd angeblichen Heilsbringers Barack Obama, dem aktuellen Präsidenten der USA, die Zahl der Drohnenattacken drastisch zugenommen hat, wie etwa beim Bureau of Investigative Journalism nachzulesen ist. Ist ja auch toll, wenn man sich als Präsident im Zimmer hinsetzen kann und Attacken einfach per Lifestream mitverfolgen kann. Ich  halte solche Angriffe für Mord, für gezielte Tötungen – und ich habe wenig Sympathien für die, die solche Befehle ausführen, die Drohnen steuern und abfeuern – die haben, wird es heißen, nur Befehlen gehorcht. Ja, das alles hatten wir schon mal, deswegen sind die Beteiligten genauso schuldig wie die, die die Befehle gegeben haben.

Alles wird begründet mit dem Kampf gegen den Terror – früher waren es Häretiker, dann Andersdenkende, dann Gegner im Kalten Krieg – Gründe gibt es für scheinheilige Patrioten immer, um Menschenrechte auszuhebeln, andere zu verfolgen, auszuspionieren oder zu foltern.

Die Welt muss aufpassen, dass diese Entwicklung nicht weitergeht – denn dank modernster Technologien ist die Versuchung der machtgierigen Seiten – Cameron und Obama sind nur zwei Beispiele – umso größer, deren Möglichkeiten auszuschöpfen. Der Mensch an sich bleibt dabei aber auf der Strecke, Menschenrechte auch.

Irgendwie bin ich froh, dass ich das Ende des 21. Jahrhunderts aufgrund meines Alters wohl kaum miterleben werden – die aktuelle Entwicklung stimmt micht nicht gerade optimistisch. Reisen nach England oder in die USA kommen für mich derzeit eh nicht in Frage – und ich frage mich gerade, warum ich für einen Urlaub auf Kuba eine „zwingend notwendige“ „SecureFlight Datenerfassung“ ausfüllen muss, die laut  TSA (US-Sicherheitsbehörde) vorgeschrieben, wie mir mein Reiseveranstalter gerade mitgeteilt hat. Ich will doch gar nicht in die USA! In dieses Land will ich mein ganzes Leben nicht mehr! Genau so wenig wie nach England…!

Unfassbar!

 

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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