2012: Gute Unterhaltung, aber kein Highlight

Nach all den Vorankündigungen und Trailern, die bisher schon zu sehen waren, dachte ich mir, mach dir einen schönen Abend und schau dir den Film im Kino an. Gut, das war mehr als zwei Stunden gut gemachte Unterhaltung, aber besonders beeindruckt hat mich der Film nicht. Vielleicht ist einfach die Fülle an digitialen Effekten, die für einen solchen Film natürlich notwendig sind, zu viel des Guten – zu unrealistisch und zu unglaubwürdig sind da einfach so viele Szenen, dass es oft für meinen Geschmack eher langweilig und übertrieben wirkt. Dazu ein paar Beispiele:

Schon die erste Autojagd wirkt digital nett gemacht, ist aber schon völlig absurd. Spanung kam da für mich nie auf. Gesteigert wird das noch durch die ersten Szenen mit dem Flugzeug. Auch die letzten Szenen auf der Arche sind nicht gerade überzeugend, vor allem stören mich dann einfach so Widersprüche wie: Flutwelle immerhin 1500 Meter hoch, aber dennoch wird der Mount Everest fast überspült. Naja, er ist wohl mächtig abgesackt in die Tiefe…

Naja, für meinen Geschmack gab es schon bessere Filme von Roland Emmerich, etwa Stargate (natürlich!) oder der US-patriotische Film Independence Day. Eine Rede, wie sie in Independence Day der Präsident von sich gab, hat Emmerich auch diesmal wieder einzubauen versucht, aber das war hier wenig überzeugend. Überhaupt hatte ich auch das Gefühl, dass der ganze Film einfach nur – wenn auch sehr professionell – heruntergespielt wurde von den Schauspielern. Und natürlich kam auch der egozentrische Russe im Film vor, der dann doch seine beiden unsymphatischen Söhne rettet – es gab einfach zu viele Stereotype im Film, die mir den Spaß einfach ein wenig verdorben haben.

Mein persönliches Fazit: Wenn man einfach nur abschaltet, wird man recht gut unterhalten, ich bereue den Kino-Besuch in der Hinsicht nicht – aber für mich ist der Film auch kein Grund, etwa irgendwann die DVD oder Blu-ray zu kaufen (sofern ich denn jemals ein passendes Abspielgerät besitzen werde…).

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Elmar FriebeDas ist ein Beitrag von: Elmar Friebe

Ausgebildet als Lehrer mit Zweitem Staatsexamen war ich in den 80er-Jahren von einem bundesweiten Einstellungsstopp betroffen. So landete ich Ende der 80-Jahre bei einem Computer-Magazin und bin seitdem als IT-Journalist tätig - und bereue es in keinster Weise. Dieser Blog ist eine rein private Webseite - und ich freue mich immer über interessante, positive oder kritische Kommentare zu den Beiträgen. Zu finden bin ich auch bei Google+ und bei Facebook.

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